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Kinder vs. Alexa: Ein Puppenhaus, kiloweise Kekse und ein Pornoklingelton

Ungewollte Bestellungen und Anfragen, die mit Pornovokabular beantwortet werden: Amazons Netzwerklautsprecher und Kinder im gleichen Haushalt sind nicht immer die beste Kombination.

Alexa-Fails: Ein Puppenhaus, kiloweise Kekse und ein Pornoklingelton

Das Lächeln beweist, dass die Bestellung des Puppenhauses und der Kekse nur ein Missverständnis mit Alexa gewesen sein kann.

(Bild: Megan Neitzel)

Mit Amazons Sprachassistentin Alexa wird Online-Shopping kinderleichter, als es manchen Eltern lieb sein mag. Kurz nachdem der Netzwerklautsprecher Echo Dot in ihren Haushalt einzog, bekam so die Texanerin Megan Neitzel laut Bericht von Foxnews eine Bestätigungsmail für eine Bestellung, die sie nicht getätigt hatte. Inhalt: Ein 170 US-Dollar teures Puppenhaus und eine mehrere Kilo schwere Packung dänischer Butterkekse.

Nach Ausschluss aller Verdächtigen blieb nur noch ihre sechsjährige Tochter übrig, die dem Bericht nach bestritt, eine Bestellung losgetreten zu haben. Aber sie gestand, mit dem Lautsprecher über Kekse und Puppenhäuser gesprochen zu haben, was dann wohl irgendwie zur Bestellung geführt haben muss. Neitzel aktivierte daraufhin den vierstelligen Bestätigungscode, der dann (auch nur bedingt kindersicher) nach jeder Sprachbestellung diktiert werden muss. Die Kekse ließ man sich schmecken, das Puppenhaus soll für wohltätige Zwecke gespendet werden.

Doch Amazons Sprachassistenz-System lädt Kinder nicht nur in die Konsumwelt ein, sondern kann auch ihren Wortschatz um zentrale Begriffe der erwachsenen Onlinewelt erweitern. So machte kürzlich ein Videoclip die Runde, in dem ein kleiner Junge den smarten Lautsprecher das Kommando "Alexa, play Digger Digger" gab. Alexa antwortet mit der Frage, ob es sich bei dem gewünschten Titel um eine Klingeltonsammlung mit dem blumigen Namen “Porn Detected! (Porno Ringtone Hot Chick Amateur Girl Calling Sexy Fuck Cunt Shit Sex Cock Pussy Anal Dildo for Android)“ gehandelt habe. Wie ein Sprecher von Amazon gegenüber Mashable mitteilte, habe man sich um dieses pornöse Fehlverhalten Alexas gekümmert und nicht weiter genannte Einschränkungen eingeführt.

Angesichts solcher Beispiele klingt es überaus ermutigend, dass Mattel gerade einen "Smart Home Hub für Kinder" mit Sprachassistenz vorgestellt hat. Mal gucken, was der so alles kann.

(axk)

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