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Kinderpornographie: Google bringt Polizei auf die Spur eines Nutzers

Ein über Gmail verschicktes Bild wurde in den USA einem Besitzer von Kinderpornographie zum Verhängnis. Google wurde darauf aufmerksam und verständigte die Behörden.

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Google hat die US-Polizei auf die Spur eines Mannes gebracht, der in Besitz von Kinderpornographie war. Wie der Houstoner Fernsehsender KHOU berichtet, wurde der Anbieter durch ein einschlägiges Bild auf den 41-jährige Texaner aufmerksam, das dieser über sein Gmail-Postfach verschickte.

"Ich kann so etwas nicht entdecken, aber Google kann es“, sagte einer der Ermittler.

(Bild: dpa, Sebastian Kahnert)

Der Suchmaschinenriese wandte sich mit seinem Fund an das National Center for Missing and Exploited Children, das seinerseits die Polizei alarmierte. Die Ermittler stellten laut Bericht bei dem bereits Vorbestraften eine Sammlung von illegalen Bildern sicher, der Mann muss sich nun wegen Besitz und Verbreitung von Kinderpornographie verantworten. „Er wollte nicht erwischt werden und die Sachen in einer Mail verstecken. Ich kann so etwas nicht entdecken, aber Google kann es“, zitiert der Sender einen der Ermittler.

Google selbst wollte sich dem Bericht nach offenbar nicht zu der Sache äußern. Generell muss jeder Nutzer aber davon ausgehen, dass Google die Inhalte des eigenen Postfachs scannt. In den Nutzungsbedingungen von Gmail heißt es etwa: "Mit der Nutzung von Google-Services erkennen Sie an und stimmen zu, dass Google Informationen zu Ihrem Konto und den mit diesem Konto verbundenen Content möglicherweise aufruft, erhält oder weitergibt, wenn dies aus rechtlichen Gründen erforderlich ist oder Google sich in gutem Glauben befindet, dass der Zugriff auf diese Informationen, die Beibehaltung oder die Weitergabe notwendig sind."

Dabei ist Google nicht der einzige Anbieter, der auf Nutzermails zugreift: Microsoft sorgte etwa Anfang des Jahres für einen Aufschrei der Empörung, als sich herausstellte, dass Microsoft zur Verfolgung eines Leakers im E-Mail-Bestand von Hotmail schnüffelte – und dies mit den eigenen Nutzungsbedingungen begründete, die dies ganz ohne richterlichen Beschluss zuließen. Auch Apple und Yahoo nehmen sich vergleichbare Rechte heraus. (axk)

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