Menü

Kindle Convert: Amazon-Software zum Digitalisieren von Büchern

In den USA verkauft Amazon nun eine Software, die das Digitalisieren ganzer Bücher erleichtern soll. Zwar automatisiert und vereinheitlicht das Programm einige der Schritte, trotzdem bleibt aber jede Menge Arbeit pro Buch.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 37 Beiträge

Mit einigem Aufwand digitalisiert Kindle Convert Bücher.

(Bild: Amazon)

Von

Amazon bietet in seinem US-amerikanischen Online-Shop mit "Kindle Convert for PC" nun eine Software zur Digitalisierung von Büchern an. Sie kostet 49 US-Dollar und läuft bislang nur unter Windows. Das Tool erleichtert das Einscannen ganzer Bücher etwas. Nötig ist noch ein Scanner (mit mindestens 300 bis 600 dpi) und viel Geduld. Laut der Beschreibung von Amazon lohnt sich das vor allem, weil durch das Einscannen jene Elemente behalten würden, die die eigenen Bücher ausmachen – etwa Anmerkungen, Widmungen oder Bilder. Außerdem gibt es natürlich immer noch Bücher, die nicht als E-Book veröffentlicht werden.

Um ein Buch umzuwandeln, müssen alle Seiten einzeln eingescannt und dann in dem Programm noch nachbearbeitet werden. So soll der Nutzer jeweils eingrenzen, wo sich der Text befindet, um der OCR-Software die automatische Texterkennung zu erleichtern. Die erstellt dann aus dem erkannten Text das E-Book. Insgesamt ist also einiges an Arbeit nötig, vor allem, wenn die Bücher nicht für einen Scanner mit Einzelblatteinzug zerlegt werden.

Amazon Kindle Convert (7 Bilder)

Die Software erkennt automatisch, wenn es sich um zwei eingescannte Seiten handelt.
(Bild: Amazon)

Ist ein Buch einmal fertig eingescannt, wird es laut Amazon in die Cloud des Unternehmens geladen und ist von allen Kindle-Geräten beziehungsweise -Apps des Nutzers aus zugänglich. Die Lese- und Komfortfunktionen seien dann wie gewohnt verfügbar, etwa die Möglichkeit, Notizen zu setzen.

Die Kunden sind mit der Software bislang jedoch noch nicht zufrieden, auf Amazon gibt es vorwiegend schlechte Bewertungen. Kritisiert wird etwa die automatische Texterkennung, die viel händische Nacharbeit benötige. Außerdem gibt es offenbar Probleme beim Einlesen von PDF-Dateien und ein Limit von maximal 1000 Seiten pro Buch. (mho)