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"Kinofilm-Raub" nimmt in Deutschland weiter zu

Die Filmförderungsanstalt Berlin (FFA) veröffentlichte zum zweiten Mal in diesem Jahr eine Studie über das Brennen von Kinofilmen auf Video-CD und DVD sowie den Download aus dem Internet. Wie bei der ersten Befragung im April interviewte die Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) auch dieses Mal für die repräsentative Studie 10.000 Personen. Nach den Ergebnissen steigt der Raub von Kinofilmen weiterhin an.

Laut Studie zu der von der FFA "Kinofilm-Raub" genannten Entwicklung sollen im Zeitraum von Januar bis August diesen Jahres etwa 13,3 Millionen Spielfilme hauptsächlich in unlizenzierten Versionen aus dem Internet heruntergeladen worden sein. Das wären auf das Jahr hochgerechnet knapp 20 Millionen Filme und damit etwa 30 Prozent mehr als im Vorjahr 2002. Jeder vierte Konsument lädt sich einen Film vor dem Kinostart aus dem Internet, jeder zweite, bevor dieser in den Handel oder die Videothek kommt.

Auf die Frage, wie häufig man Filme aus dem Internet beziehe, gaben etwa 21 Prozent der Downloader an, dies mindestens ein Mal pro Woche zu tun, 15 Prozent saugen ein bis drei Mal im Monat einen Film und weitere 24 Prozent einmal im Monat.

Auch die Zahl der unlizenzierten Filmkopien auf CD- oder DVD-Rohlinge ist in diesem Jahr weiter angestiegen. Allein im Zeitraum von Januar bis August wurden in diesem Jahr etwa 30,3 Millionen Spielfilme auf zirka 63 Millionen Rohlinge gebrannt. Davon entfallen etwa 9,6 Millionen auf DVD-Medien. Im gesamten Jahr 2002 waren es 27 Millionen Spielfilme. Vergleicht man diese Zahlen mit den Downloads, so wird jede Internetkopie im Schnitt zwei bis drei Mal auf einen Rohling gebrannt.

Einen besonderes Fokus legte die Studie auf die 10- bis 15-Jährigen. Jeder Zweite dieser Altersgruppe, der Filme brennt, erachtet es für sich als wichtig, auf diesem Wege an Filme mit Altersbeschränkung zu gelangen, jeder fünfte versucht so an erotische oder pornographische Inhalte heranzukommen.

Siehe dazu auch: (pen)

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