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Kinox.to-Mitbetreiber zu mehrjähriger Haftstrafe verurteilt

Tausendfache Urheberrechtsverletzung und Computersabotage: Ein 29-Jähriger muss drei Jahre und vier Monate ins Gefängnis. Er hatte gestanden.

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Kinox.to

Ein Mitbetreiber des illegalen Streaming-Portals Kinox.to ist zu drei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Leipzig sprach den 29-Jährigen am Montag unter anderem der tausendfachen Urheberrechtsverletzung schuldig (Az: 11 KLs 390 Js 9/15).

Auch habe der Angeklagte gegen zwei Konkurrenten Computersabotage begangen, um deren Konkurrenz-Websites für Nutzer unerreichbar zu machen und damit seine eigene "Marktposition" zu verbessern, teilt die GVU mit. Auch dafür sei er verurteilt worden.

Das Urteil sei auf der Grundlage einer Verständigung gefallen, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag laut dpa. Der 29-Jährige habe im Prozess ein Geständnis abgelegt. Im Gegenzug wurde ihm ein bestimmter Strafrahmen in Aussicht gestellt.

Kinox.to gilt als Nachfolgeportal der 2011 abgeschalteten Site Kino.to, die von Leipzig aus betrieben wurde. Das Portal verlinkt auf illegale Kopien aktueller Filme und Serien. Es ist noch immer am Netz. Im Sommer 2012 wurde der kino.to-Gründer zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt.

Über die weiterhin mit Haftbefehl gesuchten und abgetauchten Brüder, die als aktuelle Seiten-Betreiber gelten, habe sich der Angeklagte im Prozess nicht äußern wollen, teilte die GVU weiter mit. Eine namentlich nicht benannte "weitere Person" habe die Kontrolle übernommen. Mit dieser Person, die im Laufe der Zeit zunehmend dominant aufgetreten sei, habe er aber irgendwann gebrochen. (anw)