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Kirch New Media und ProSieben Digital gehen zusammen

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Kirch New Media und ProSieben Digital Media schließen sich zusammen. Einen entsprechenden Beschluss haben die Gesellschafter der beiden Multimedia-Unternehmen am heutigen Montag gefasst. "Durch den Zusammenschluss entsteht eines der größten und leistungsstärksten New-Media-Unternehmen Deutschlands, in dem die Multimedia-Aktivitäten der KirchGruppe und der ProSiebenSat.1-Gruppe gebündelt werden", heißt es dazu in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Firmen.

Die ProSiebenSat.1 Media, bislang Alleingesellschafterin der ProSieben Digital Media, werde bis zu 50 Prozent der Gesellschaftsanteile der gemeinsamen neuen Firma übernehmen. Die übrigen Anteile halten nach der Mitteilung die bisherigen Gesellschafter der Kirch New Media, die KirchMedia und die KirchPayTV.

Der Zusammenschluss soll sich darauf konzentrieren, die Online-Marken der beiden Firmen auszubauen. Vorerst wolle Kirch New Media dann auch den Start der Entertainment-Plattform maxdome verschieben – aber nicht nur aus Rücksicht auf die zuerst zu bildende neue Firma. Das Unternehmen teilte mit, die Verschiebung erfolge auch "angesichts der langsameren Dynamik im Markt für breitbandige Angebote". Offensichtlich erwartet Kirch New Media wegen mangelnder User-Akzeptanz nicht, dass sich Unterhaltungsangebote mit großem Bandbreitenbedarf in absehbarer Zeit im Internet lohnen.

Das neue Gemeinschaftsunternehmen soll über die Pflege der Inhaltsangebote zudem der zentralen technische IP-Dienstleister von KirchMedia, KirchPayTV und ProSiebenSat.1 Media werden. "Zusätzlich entstehen durch den Zusammenschluss erhebliche Synergien in den Bereichen Technik, Redaktion und Vertrieb", erklärten die beteiligten Firmen. Ob sich dies auf die Personalausstattung der neuen Gesellschaft auswirken wird, wurde bislang nicht bekannt. Sicher sind sich die Partner aber über eines: "Das neue Gemeinschaftsunternehmen hat alle Voraussetzungen, um eine führende Rolle bei den neuen Medien zu übernehmen. Die Bündelung aller Ressourcen im Online-Bereich führt nicht nur zu erheblichen Kostenvorteilen für uns, sondern vergrößert auch maßgeblich das Produktportfolio und die Geschwindigkeit, mit der wir die Vernetzung unseres klassischen Fernsehgeschäfts mit der neuen Online-Welt vorantreiben können." (jk)