Klage gegen Elon Musk wegen Kapitalanlagebetrugs

Die US-Börsenaufsicht verklagt Musk vor einem Zivilgericht. Er soll Strafe zahlen und aller Managementposten enthoben werden.

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Der Beklagte Elon Reeve Musk (47)

(Bild: dpa, Marcio Jose Sanchez)

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Von
  • Daniel AJ Sokolov

Elon Musk muss sich vor Gericht verantworten. "Überlege, Tesla von der Börse zu nehmen", hatte der Tesla-Gründer am 7. August getwittert, "Finanzierung gesichert." Doch die Finanzierung für so ein "Delisting" war nicht gesichert. Der Tweet brachte Tesla-Aktien auf eine Bergfahrt, und nun Musk vor Gericht: Die Kapitalmarktbehörde SEC hat Musk am Donnerstag vor einem Bundesbezirksgericht in New York wegen Kapitalanlagebetrugs verklagt.

Die Behauptung, die Finanzierung für die Transaktion wäre gesichert, sei "falsch und irreführend" gewesen, heißt es in der zivilrechtlichen Klageschrift (SEC vs. Elon Musk, 1:18-cv-8865, US District Court Southern New York). "Musk hatte zentrale Bedingungen eines Vertrags, darunter den Preis, mit keiner einzigen Finanzierungsquelle erörtert, geschweige denn vereinbart."

Die Behörde verlangt, dass Musk aller Positionen als Manager und Verwaltungsrat enthoben wird – nicht nur bei Tesla, sondern bei allen börsennotierten Firmen, und das auf Dauer. Etwaige Profite, die er aus der durch seine irreführenden Tweets ausgelösten Kursrally gezogen hat, sollen abgeschöpft werden, zuzüglich Zinsen. Dazu sollen Unterlassungsverfügungen und Strafzahlungen kommen.

[Update] 28.9.2018 2:31 Uhr

Elon Musks Anwälte und die SEC hatten sich laut Wall Street Journal bereits auf einen Vergleich geeinigt. Dieser sollte am Donnerstag bei Gericht eingebracht werden. Doch in letzter Minute hat Musk laut dem Bericht einen Rückzieher gemacht. Daraufhin hat die SEC Klage erhoben.

[/Update] (ds)