Online-Zahlungsdienstleister Klarna eröffnet Standort in Berlin

Der schwedische Bezahldienst Klarna expandiert nach Berlin. Dort sollen ab dem kommenden Jahr mehr als 500 Menschen arbeiten.

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(Bild: ravipat/Shutterstock.com)

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Der Online-Zahlungsdienstleister Klarna will im kommenden Jahr ein neues Büro in Berlin eröffnen. Wie das schwedische Fintech-Unternehmen heute mitteilt, wolle man in dem neuen "Tech Hub" mehr als 500 Menschen beschäftigen. Schwerpunkt sollen die Entwicklung neuer Produkte und eine stärkere Präsenz im deutschsprachigen Raum sein.

Insgesamt beschäftigt der milliardenschwere Finanzdienstleister aktuell rund 2500 Menschen, davon bereits 250 in Berlin und je 100 in München und Linden. Der neue Standort in Berlin-Mitte soll dann nach dem Hauptsitz Stockholm das zweitgrößte Büro werden. CEO Sebastian Siemiatkowski begründet den Schritt in einer Pressemitteilung damit, dass Berlin als Tech- und Gründerzentrum "die besten Talente aus aller Welt" anziehe. Gegenüber der FAZ erklärte Robert Bueninck, DACH-Geschäftsführer von Klarna, dass man in Berlin leichter junge, gut ausgebildete Mitarbeitende gewinnen könne als in Stockholm.

Klarna ist laut eigenen Angaben das am höchsten bewertete, nicht börsennotierte Fintech-Unternehmen in Europa: nach einer Finanzierungsrunde im Sommer 2019 sei man nunmehr mit 5,5 Milliarden US-Dollar bewertet. Als Online-Bezahldienst setzt das Unternehmen auf ein ähnliches Prinzip wie der größte Konkurrent Paypal und ermöglicht unter anderem Ratenzahlungen, dank einer Bankzulassung in Schweden sind jedoch auch weitere Finanzdienstleistungen möglich. Dazu gehört inzwischen auch eine Klarna Card.

Weltweit bieten laut Klarna inzwischen über 190.000 Händler die Bezahlfunktion an, der am schnellsten wachsende Markt soll Amerika sein. In Deutschland, mit aktuell bis zu 30 Millionen Nutzern, hatte Klarna zwischen 2013 und 2017 drei Konkurrenten aufgekauft: Den Anbieter Sofort Überweisung, das Startup Cookies sowie den Rechnungskauf-Dienstleister Billpay. (siko)