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"Klebrige" Apps: Bundestagsstudie kritisiert Psycho-Tricks von Entwicklern

Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Bundestag moniert "dunkle" Psycho-Tricks von Entwicklern als unethisch und unlauter sowie tendenziell rechtswidrig.

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(Bild: iko / Shutterstock.com)

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Apps sollen laut der gängigen Strategie des Silicon Valleys "klebrig" sein, damit die Nutzer viel Zeit mit ihnen verbringen und zum Konsum angeregt werden. Die "Dark Patterns", also die Psycho-Tricks der Entwickler, sind nun auch zu einem Fall für das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) geworden. Es kritisiert, dass der Einsatz solcher Methoden "unethisch, mitunter unlauter und gegebenenfalls betrügerisch" sei.

Laut dem Autor der am Mittwoch veröffentlichten Analyse, dem Wirtschaftsingenieur Christoph Bogenstahl, sind Dark Patterns darauf ausgelegt, dass Nutzer von Online-Diensten und sozialen Netzwerken Dinge tun, "die ihren eigentlichen Interessen zuwiderlaufen und mit negativen Konsequenzen verbunden sein können". Stets würden dabei bestimmte menschliche Verhaltens- oder Wahrnehmungsmuster missbraucht und "bestimmte Emotionen angesprochen, um zu einem Kauf im Internet zu verleiten oder einen bestimmten Link anzuklicken".

"Andere Muster sind darauf ausgelegt, gezielt die Aufmerksamkeit von wesentlichen Aspekten abzulenken", schreibt Bogenstahl. Dabei könne es sich um eine erhöhte Rechnung oder versteckte Kosten handeln. "Preisvergleiche oder das Rückgängigmachen von Aktionen werden häufig erschwert." Werbung würde getarnt oder Produkte schlichen sich in den Warenkorb (Sneak into Basket).

Vor allem Verfahren, die menschliche Wahrnehmungsschwächen auszunutzen versuchten, seien für unerfahrene User wie Senioren, Kinder und Jugendliche sowie "bildungsferne Gruppen" schädlich. Verbraucher würden über Dark Patterns "gezielt gesteuert, manipuliert und getäuscht". Sie müssten besonders aufmerksam sein, um solche Muster zu erkennen und zu umgehen, zumal diese "in aller Regel verschleiert werden". In der Computerspiele-Branche etwa seien "verführerische In-App-Käufe" weit verbreitet, die auf junge Kunden abzielten.