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Klimaerwärmung: Auch jahrzehntealte Modelle stimmten größtenteils

Schon in den 1970er Jahren wurden Klimamodelle entwickelt, die den Zusammenhang zwischen Kohlenstoffdioxid und Erderwärmung korrekt vorhersagen.

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(Bild: Elizabeth A.Cummings/Shutterstock.com)

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Auch jahrzehntealte Klimamodelle haben die globale Erderwärmung größtenteils korrekt vorhergesagt, hat eine Gruppe von Wissenschaftlern ermittelt. In den vergangenen 50 Jahren veröffentlichte Klimamodelle haben demnach "gekonnt" die inzwischen beobachteten Veränderungen der globalen durchschnittlichen Oberflächentemperatur prognostiziert – vor allem, wenn nicht vorhersagbare Trends der Emissionen einbezogen werden. Die Forscher um Zeke Hausfather von der University of California in Berkeley haben 17 Klimamodelle aus den Jahren zwischen 1970 und 2007 analysiert und ihre Ergebnisse nun parallel zur Weltklimakonferenz in Madrid im Fachmagazin Geophysical Research Letters veröffentlicht.

Wie die Forscher nun erläutern, sind Klimamodelle ein beliebtes Angriffsziel für Kritiker des wissenschaftlichen Konsenses zur menschengemachen Klimaerwärmung. Vor allem frühe Modelle würden dabei immer wieder angezweifelt, weil prognostizierte Werte von tatsächlich gemessenen abwichen. So hätten sieben der ältesten Modelle die globale Klimaerwärmung um 0,1 Grad Celsius pro Jahrzehnt falsch vorhergesagt, aber wenn man die Werte für die tatsächlichen Treibhausgasemissionen aktualisiert habe, hätten die meisten gestimmt. Der Zusammenhang zwischen der Menge an CO2 in der Atmosphäre und der Klimaerwärmung habe gestimmt, nur die Vorhersage der CO2 -Menge nicht.

Ein bekanntes Modell des damaligen NASA-Wissenschaftlers James Hansen aus dem Jahr 1988 habe beispielsweise für unsere Gegenwart Temperaturen vorhergesagt, die 0,3 Grad Celsius über den inzwischen gemessenen liegen. Der Großteil dieser zu hohen Prognose habe seine Ursache aber in der wirklichen Entwicklung der Emissionen, die Hansen nicht habe vorhersehen können, das zugrunde liegende Modell dagegen habe gestimmt. So ist Anfang 1989 mit dem Montreal-Protokoll ein internationaler Vertrag zum Schutz der Ozonschicht in Kraft getreten, mit dem wirksame Treibhausgase verboten wurden.

Wie der Klimaforscher Piers Forster dem Fachmagazin Science erklärt, sei das Ergebnis der Studie für die Experten keine Überraschung, aber es sei "trotzdem nett, die Bestätigung zu bekommen!". Auch wenn es immer wieder Unsicherheiten gebe, wisse man genug, um aktuellen Klimamodellen zu vertrauen. Die Studie bestätige das. Das Magazin erinnert auch daran, dass die ältesten der Modelle aus einer Zeit stammen, in der die wachsende Leistungsfähigkeit von Computern erstmals von Klimaforschern genutzt wurde, um ihre Theorien zu überprüfen und damit Vorhersagen zu treffen. Die viel mächtigeren Supercomputer von heute können deutlich mehr Parameter einbeziehen (mho)