Klinikum Fürth geht nach Hackerangriff wieder zu Normalität über

Nach einem Angriff auf die IT des Klinkums Fürth können nun wieder Notfälle versorgt werden. Die Klinik vermutet "kriminelle Energie" hinter dem Computervirus.

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(Bild: Shutterstock/BlurryMe)

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Das Klinikum Fürth arbeitet nach einem folgenreichen Hackerangriff auf seine Computersysteme wieder weitgehend normal. Es könnten wieder Notfälle versorgt werden, auch planbare Operationen würden wieder terminiert und ausgeführt, sagte ein Sprecher am Montag. "Es ist definitiv nicht schlimmer geworden", betonte er. Es gebe jedoch weiterhin Einschränkungen etwa im E-Mail-Verkehr und bei der internen Kommunikation. "Wir vermuten kriminelle Energie hinter dem Virenangriff", sagte der Kliniksprecher.

Um welche Art von Viren- oder Trojanerangriff es sich gehandelt hat, ist aktuell immer noch unklar. Erste Einschätzungen der Klinik hatten am Freitag ergeben, dass das Schadprogramm per E-Mail in die Computersysteme eingedrungen sein dürfte. Ob es sich um einen gezielten Angriff gehandelt hat, ist ebenfalls noch nicht bekannt. IT-Spezialisten und Behörden ermittelten weiterhin mit höchster Intensität, heißt es beim Bayerischen Rundfunk.

Das Klinikum hatte von Freitag an vorübergehend keine neuen Patienten mehr aufnehmen können und musste Operationen verschieben, nachdem es zu einem Angriff auf das IT-System des Krankenhauses gekommen war. Dabei handelt es sich bereits um den zweiten Fall am Klinikum Fürth seit 2016, als das Krankenhaus durch einen Trojaner angegriffen worden war. Das Klinikum Fürth behandelt jährlich rund 100.000 Patienten, davon 42.000 stationär (Mit Material der dpa).

Auch im Heise-Verlag ist es in diesem Jahr zu einem Befall mit dem Trojaner Emotet gekommen. Siehe dazu:

(siko)