Können die USA die Corona-Ausbreitung aufhalten?

Mit bangem Blick nach Italien fragen sich die USA, wie es bei ihnen kommen wird. Endlich steckt die US-Regierung Geld in die Test- und Prognosetool-Entwicklung.

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Vorhersagemodell – hier an der Carnegie Mellon University.

(Bild: CMU)

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Worst-Case-Szenarien der Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) in den USA besagen, dass es 1,7 Millionen Todesfälle geben könnte, hauptsächlich unter älteren Menschen. Die Gesamt-Sterblichkeitsrate (Letalität) von Covid-19 liegt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei etwa 3,5 Prozent.

In Italien scheint sie allerdings sogar bei sechs Prozent zu liegen. Um das Virus unter Kontrolle zu bekommen, muss die sogenannte Basisreproduktionszahl (R0) von derzeit 2,0 bis 2,5 unter den Wert von 1 gesenkt werden, schreibt Technology Review online in "Wie schlimm wird die Coronavirus-Lage in den USA?". Der R0-Wert gibt an, wie viele andere Personen ein Betroffener infiziert.

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Doch bevor sich die USA mit einer Senkung der Infiziertenzahl auseinandersetzen können, geht es nun zunächst darum, endlich verlässliche Tests für das Virus zu entwickeln. Da das CDC immer noch Schwierigkeiten damit hat, die zentralisierten Bemühungen zur Diagnose und Verfolgung der Erkrankungen hochzufahren, versuchen inzwischen immer mehr akademische und Privatlabore, den sich rasch ausbreitenden Keim ebenfalls nachzuweisen.

Am 13. März kündigte die US-Regierung mehrere Maßnahmen an, um diese Testbemühungen zu beschleunigen. Das Gesundheitsministerium versprach, dem US-Unternehmen DiaSorin Molecular und der deutschen Biotech-Größe Qiagen, die gerade von Thermo Fisher in den USA übernommen wird, rund 1,3 Millionen US-Dollar für die beschleunigte Entwicklung von Covid-19-Tests zur Verfügung zu stellen. Parallel dazu hat die CDC mehrere Dutzend Teams darum gebeten, ihre Technologien entsprechend anzupassen, damit die Behörde fundiertere Entscheidungen treffen kann.

Mehr dazu in Technology Review online in:

(vsz)