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Kolumne: Innovation? Innovation! Warum Identität für Digital-Teams wichtig ist

Corporate Design, Rituale und magische Momente: Es gibt viele Möglichkeiten, für ein digitales Team Identität zu stiften, erklärt Kolumnist Rolf Scheuch.

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(Bild: Dezay/Shutterstock.com)

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Es ist schon eine besondere Spezies Mensch, die wir in Digital-Einheiten als Akteure antreffen und dort dringend brauchen, um erfolgreich zu sein: Interessante Individualisten, inspirierte Querdenker und innovative Kreative … Um ihre Stärken optimal zu entfalten, brauchen diese Innovationstreibenden ein sehr anregendes Umfeld und ein ausgeprägtes Maß an individueller Freiheit.

Eine Kolumne von Rolf Scheuch

Seit 1982 ist Rolf Scheuch (Mitbegründer von Opitz Consulting) in der IT tätig. Heute arbeitet er als Management-Coach, Referent und Autor. Schwerpunkt ist die veränderte Rolle der IT durch die Digitalisierung mit den spezifischen Themen Agilität, Rightsourcing und Innovationsfähigkeit der IT. Das Motto des Mathematikers ist "When in doubt simplify" und damit bewertet er Pragmatismus immer höher als theoretische Konstrukte.

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Fast genauso wichtig sind für sie eine umfangreiche soziale Bestätigung ihres Tuns und eine Identifikationsplattform, in der sie sich wiederfinden und ganz sie selbst sein können. Eine Grundvoraussetzung, um das Team zum Erfolg zu führen und sich als Digital-Einheit auch gegenüber Kunden und dem Mutterunternehmen zu positionieren. Doch auf diese Bedürfnisse muss sich das soziale Gefüge im Team der Digital-Einheit erst einmal einrichten.

Wie kriegen wir es zusammen: das erwünschte Streben nach Einzigartigkeit auf der einen Seite und das für das Funktionieren so wichtige Team auf der anderen Seite? Ich verweise hier gerne auf die pragmatischen Konzepte des Neuro-Linguistischen Programmierens (NLP), die mittlerweile in vielen Coachings generell genutzt werden.

Diese Konzepte machen sich relativ einfache Wirkmechanismen in der Kommunikation, also im sozialen Miteinander zunutze, die Lernen und Entwicklung positiv beeinflussen. In diesem Fall die eigene Identität. Für die Digital-Einheit geht es mir dabei weniger um die Identität des Einzelnen, die das Team am Ende vielleicht sogar sprengen könnte, sondern was wir hier brauchen, ist eine gemeinsame Identität.

Eine eigene Identität umfasst Vorstellungen und Interpretationen, die Menschen von sich als Person in ihrem Verhalten, ihren Fähigkeiten und ihren Überzeugungen meist unbewusst und auf Basis von vergangenen Erfahrungen mitbringen. Identität kann auch als Glaubenssatz gedacht werden, einem Glaubenssatz, den Menschen auf sich selbst anwenden, sozusagen als zentrales Modell über sich selbst.

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Wie entwickle oder fördere ich in einer Digital-Einheit, die Innovation treiben soll, einen gemeinsamen Glaubenssatz, ein zentrales Modell? Die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität beginnt schon beim Aufbau und dem Design der Digital-Einheit und ist damit noch lange nicht vorbei. Hier geht es um zentrale Fragen zu Selbst- und Fremdbild, die permanent kollektiv gestellt und reflektiert werden dürfen:

  • Wer oder was gehört zu unserer Digital-Einheit?
  • Was macht unsere Digital-Einheit einzigartig und besonders?
  • Worin unterscheidet sich unsere Digital-Einheit von anderen Teilen des Unternehmens?
  • Was denkt die Außenwelt, also Menschen innerhalb und außerhalb des zugehörigen Unternehmens, über unsere Digital-Einheit?
  • Was macht unsere Digital-Einheit anders als andere Digital-Einheiten am Markt?

Diese Fragen muss sich das Team also regelmäßig stellen, um eine gemeinsame Identität zu entwickeln.