Kombisensor soll ganze Räume smart machen

Ein Wissenschaftler an der Carnegie Mellon University kombiniert verschiedene Erkennungsmodule fürs Smart Home in einem kompakten Gerät.

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Kombisensor soll ganze Räume smart machen
Von
  • Ben Schwan

Um ein wirklich smartes Heim zu erhalten, muss man bislang viele neue Geräte kaufen, die allesamt vernetzt sind. Zu teuer und zu aufwendig, findet der US-Forscher Gierad Laput von der Carnegie Mellon University. Er hat zusammen mit einem kleinen Team eine Art "Supersensor" gebaut, der viele verschiedene Erkennungsmodule enthält, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Ein Sensor für alles"). Er soll als Einzelstück im Raum platziert werden und kann Bewegung, Geräusche, Luftdruck, Feuchtigkeit, Temperatur, Lichtintensität sowie elektromagnetische Interferenzen detektieren. Eine Kamera fehlt aus Datenschutzgründen, darauf legen Laput und Co. wert.

Die Forscher platzierten fünf der Geräte in einem Gebäude – jeweils einen in der Küche, im Büro, einem Gemeinschaftsraum und einem Klassenraum. Zwei Wochen liefen sie, während die Daten gesammelt wurden. In der Küche konnte der Sensor feststellen, wenn das Wasser lief oder ein Küchentuch von der Rolle gezogen wurde; im Büro wurde das Klopfen an die Tür detektiert, im Gemeinschaftsraum die laufende Kaffeemaschine. Auch eine Mikrowelle wurde erkannt – sowohl im Betrieb als auch bei Öffnen oder Schließen der Tür.

Die Rohdaten, die die Sensoren lieferten, lassen sich mit Hilfe einer von den Forschern entwickelten Software zu verschiedenen Ereignissen klassifizieren. Die Genauigkeit dabei lag im Schnitt bei 96 Prozent – über 38 Einzelsensoren an fünf verschiedenen Orten verteilt. Nach einer Woche des Trainings der Algorithmen stieg die Erkennungsquote auf 98 Prozent. Bis der Sensor zu einem Endkundenprodukt wird, soll die Genauigkeit aber weiter erhöht werden. In der Massenproduktion soll ein Sensor knapp 30 Dollar pro Stück kosten.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

(bsc)