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Kombitickets zur CeBIT und Hannover Messe sollen entfallen

Besucher der hannoverschen Großmessen müssen sich neuerdings um Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr kümmern, sonst drohen 40 Euro Strafe.

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Im "CeBIT-Servicekatalog 2015" weist nichts darauf hin, dass Messebesucher neben der Eintrittskarte neuerdings eine Fahrkarte für öffentliche Verkehrsmittel benötigen.

(Bild: Deutsche Messe AG)

Seit Anfang 2015 gelten Eintrittskarten für die hannoverschen Großmessen, darunter die CeBIT und die Hannover Messe, nicht mehr für den öffentlichen Nahverkehr im Großraum Hannover (GVH und Üstra). Nach Informationen der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung spart die Deutsche Messe AG dadurch 800.000 Euro jährlich. Der Bedarf sei laut Messe AG zurückgegangen, weil mehr Fernzüge direkt am Messebahnhof hielten und mehr Besucher mit dem Auto anreisten.

Bereits für die Jahre 2006 und 2009 waren ähnliche Pläne verkündet, aber jeweils kurz vor den Veranstaltungen wieder begraben worden. Es sieht derzeit nicht so aus, als ob es diesmal ähnlich ausgeht. Während sich die Messe AG mit Informationen über die Änderung zurückhält, setzen die Nahverkehrsunternehmen auf verstärkte Kontrollen von Messebesuchern. Bereits während der Domotex vom 17. bis 20. Januar gab es laut einem HAZ-Bericht chaotische Szenen, als das hannoversche Nahverkehrsunternehmen Üstra gezielt Messebesucher kontrollierte. Bei der Üstra kostet es mindestens 40 Euro, ohne Fahrkarte erwischt zu werden, und spätestens beim dritten Mal ist mit einer Strafanzeige zu rechnen. (un)