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Kommentar: WhatsApp hat geliefert - jetzt sind wir dran

Verschlüsselung für die Massen: WhatsApp wird mit einem Schlag zum meistgenutzten Krypto-Messenger. Jetzt müssen wir zeigen, dass uns Privatsphäre wichtig ist: "Ohne Ende-zu-Ende-Verschlüsselung machen wir es nicht mehr", fordert Jürgen Schmidt.

WhatsApp

WhatsApp bringt uns funktionierende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die auf technisch höchstem Niveau arbeitet und dabei nicht einmal weh tut. Man muss nichts zusätzlich installieren, keine Schlüssel erzeugen, zertifizieren oder herunterladen – es funktioniert einfach.

Wenn ich meiner Freundin eine WhatsApp-Nachricht schicke, wird die selbst WhatsApp nicht mehr lesen und auch nicht speichern können. Wenn das BKA oder FBI bei WhatsApp vorbei kommt und sagt: "Wir wollen jetzt die Nachrichten des Jürgen Schmidt der letzten Jahre haben", kann WhatsApp nur mit den Schultern zucken: "Haben wir nicht, bekommen wir auch nicht mehr rein."

Das ist ein großes Ding. Bei Skype liest Microsoft jede einzelne Nachricht mit. Nicht manchmal, nicht theoretisch irgendwie, sondern ganz real und immer. Das ist keine Verschwörungs-Theorie sondern harter Fakt – wir haben sie inflagranti dabei erwischt. Beim Messenger schnüffelt Facebook, bei Hangouts wertet die Datenkrake Google unsere Nachrichten aus.Und SMS-Nachrichten kommen sowieso beim Mobilfunkprovider im Klartext vorbei.

WhatsApp ist der einzige große, plattformunabhängige Messaging-Anbieter, der das nicht macht. Jetzt ist es an uns, zu zeigen, dass uns unsere Privatsphäre wichtig ist. Das tun wir am besten, indem wir den anderen deutlich zeigen: "Drunter machen wir es nicht mehr". Lauft Skype, Hangouts und auch dem Facebook-Messenger in Scharen davon! Das Standard-Argument gegen Threema, Signal und andere verschlüsselnde Messenger zieht nicht mehr: WhatsApp kennt jeder, hat jeder – jetzt nutzt es auch. (Jürgen Schmidt) / (jk)

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