Kompatibilitätsprobleme bei .NET

Microsoft unterstützt Entwickler, deren Programme beim Umstieg von .NET 1.1 auf das kommende .NET 2.0 nicht reibungslos laufen.

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Bestimmte Programme, die mit dem .NET-Framework in der derzeit aktuellen Version 1.1 entwickelt wurden, machen unter dem kommenden .NET 2.0 möglicherweise Probleme. Microsoft hat jetzt einen Artikel veröffentlicht, in dem Entwickler nachlesen können, wie solche Inkompatibilitäten zu vermeiden sind, und bietet Softwareherstellern an, ihre Produkte testen zu lassen.

Laut dem MSDN-Artikel können beim Umstieg von .NET 1.1 auf die Version 2.0 zwei Arten so genannter "Breaking Changes" zuschlagen: Zum einen könnten Anwendungen, die unter .NET 1.1 entwickelt wurden, sich anders verhalten oder ganz versagen, wenn sie auf dem Zielsystem nur das .NET-Framework 2.0 vorfinden. Zum anderen gibt es Änderungen, durch die sich ein .NET-1.1-Projekt mit dem auf .NET 2.0 zugeschnittenen Visual Studio 2005 nicht mehr bearbeiten oder kompilieren lassen.

Gegen die letzte Art von Problemen helfen wohl nur Anpassungen im Quelltext, für die erste Sorte stellt Microsoft aber verschiedene Lösungsansätze vor: So versuchen Anwendungen grundsätzlich erst einmal, das .NET-Framework zu laden, mit dem sie entwickelt wurden; .NET-Plug-ins für Anwendungen wie MS-Office oder den Internet Explorer lassen sich über eine Konfigurationsdatei zu diesem Verhalten zwingen. Die einfachste Methode, Inkompatibilitäten aus dem Weg zu gehen, besteht also darin, .NET-Anwendungen stets zusammen mit dem passenden Framework auszuliefern.

Wer seine existierenden Programme .NET-2.0-fähig machen will, findet alle möglicherweise problematischen Unterschiede zwischen .NET 1.1 und .NET 2.0 Beta 2, die Microsoft bislang kennt, in einer chm-Datei zusammengestellt. Ob eine Anwendung über den Versionswechsel stolpern wird, kann man auch direkt von Microsoft testen lassen: Softwarehersteller, die von diesem Angebot Gebrauch machen wollen, sollten sich zunächst per E-Mail an netfxcmp@microsoft.com wenden. (hos)