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Konami will sich auf Playstation und Gameboy konzentrieren

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Konami, einer der führenden Spielehersteller Japans, hat bekannt gegeben, dass man sich zukünftig auf Games für die Playstation 2 und Nintendos Gameboy Advance konzentrieren werde. Diese Aussage von Kazumi Kitaue, Direktor bei Konami, dürfte ein Schlag ins Gesicht von Microsoft sein. Immerhin ist Konami bislang der einzige japanische Spielehersteller, der bereits mit konkreten Titelankündigungen für Microsofts Spielkonsole Xbox aufwarten kann. So sollen in diesem Jahr "Jurassic Park 3", jeweils ein Titel aus der "Silent Hill" und der "Metal Gear Solid"-Serie sowie ein Sportspiel von Konami für das Spielgerät aus Redmond erscheinen.

Die Xbox war in der vergangenen Woche in die Schlagzeilen geraten, nachdem Experten und Analysten erklärten, dass sie aufgrund fehlender japanischer Titel mit einem schwierigen Start der Konsole im Land des Lächelns rechnen.

Einen letzten Halt bot in dieser Situation Konami. Die Firma gab bereits im September bekannt, über zehn Xbox-Spiele pro Jahr entwickeln zu wollen. Experten nahmen diese Ankündigung positiv auf, zumal sie das Unternehmen zu den wenigen Softwareschmieden zählen, die finanziell wie personell in der Lage sind, hochwertige Xbox-Titel zu kreieren.

Doch mittlerweile scheint sich auch Konamis Enthusiasmus für die Microsoft-Konsole etwas gelegt zu haben: "Spiele für die Xbox spielen in unseren Plänen bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres keine große Rolle", betonte Kitaue gegenüber dem US-Finanzdienst Bloomberg. Das laufende Geschäftsjahr der Firma endet im März 2002.

Konami zählt neben Capcom zu den Schwergewichten unter den japanischen Spieleherstellern. Im vergangenen Jahr brachte das Unternehmen über 100 Spieletitel auf den Markt, für das laufende Jahr ist eine ähnlich hohe Zahl geplant. Microsoft hat bereits reagiert und ist derzeit dabei, ein eigenes japanisches Spieleentwickler-Team aufzustellen. (nij)