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Kongo: Zugang zum mobilen Internet und zu SMS wieder geöffnet

Um kritische Proteste gegen den Präsidenten zu erschweren hatte die Demokratische Republik Kongo den Zugang zum mobilen Internet sperren lassen. Nach drei Tagen und 12 Todesopfern, wurde der Zugang nun wieder freigegeben.

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Kongo: Zugang zum mobilen Internet und zu SMS wieder geöffnet

(Bild: Fanny Schertzer, Congolese flag on Lake Kivu, CC BY 3.0 )

Nach drei Tagen ist der Zugang zum mobilen Internet in der Demokratischen Republik Kongo wieder geöffnet worden. Das berichtet AFP am Dienstag, nachdem der kongolesische Minister für Telekommunikation Emery Okundji Ndjovu am Samstag Mobilfunkprovider aufgefordert hatte, den Zugang zum Internet und SMS-Dienste abzuschalten. Damit hatte er auf die Ankündigung von Protesten der Opposition und der katholischen Kirche reagiert, die von Staatspräsident Joseph Kabila verlangen, dass er sein Versprechen hält und sein Amt aufgibt. Die Zahl der Todesopfer aufgrund des gewaltsamen Vorgehens gegen die Proteste ist der Nachrichtenagentur zufolge inzwischen auf 12 gestiegen.

Internetabschaltungen sind in dem zentralafrikanischen Land üblich, das seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1960 keinen friedlichen Machtwechsel erlebt hat, wie AFP schreibt. Kabilas zweite und letzte Amtszeit endete eigentlich im Dezember 2016, aber bislang macht er keine Anstalten, das Amt abzugeben. Eigentlich sollten im Dezmber 2017 Wahlen abgehalten werden, die wurden nun aber auf den 23. Dezember 2018 verschoben. Daraufhin waren die Proteste organisiert worden, auf die die Führung mit der Internetsperre reagiert hat. Die schaden nicht nur der Opposition, sondern auch der Wirtschaft des Landes und das über den Zeitraum der Blockade hinaus, hatte das Collaboration on International ICT Policy for East and Southern Africa (CIPESA) im September bilanziert. (mho)

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