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Konkurrenz für eBay: Facebook öffnet Online-Flohmarkt "Marketplace"

Starke Konkurrenz für eBay Kleinanzeigen: Facebook hat mit "Marketplace" einen Online-Flohmarkt eingerichtet, auf dem die Nutzer ihre Artikel verkaufen können. Das Inserat soll kostenlos sein.

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(Bild: Facebook)

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In zunächst vier Ländern können Facebook-Nutzer ab sofort ihre alten Möbel, DVDs und andere Artikel über das soziale Netzwerk verkaufen. Der private Handel spielt für Facebook-Nutzer offenbar eine wichtige Rolle: Monatlich würden 450 Millionen Menschen Flohmarkt-Gruppen auf Facebook besuchen, erklärte Produktmanagerin Mary Ku. Die Aktivität in den Gruppen hätte beträchtlich zugenommen.

Der "Marketplace" ist über ein eigenes Icon am unteren Rand der Facebook-App erreichbar. In Deutschland hat der Flohmarkt aber noch nicht geöffnet.

(Bild: Facebook)

Der "Facebook Marketplace" ist zuerst in den USA, Großbritannien, Australien und Neuseeland über die Facebook-App erreichbar; eine Desktop-Version soll bald folgen. Zudem soll Marketplace in weiteren Ländern eingeführt werden – eine globale Konkurrenz also für eBay (Kleinanzeigen) und Craigslist. Ein Datum für einen Deutschlandstart gibt es derzeit nicht.

Ein Inserat ist der Facebook-App schnell erstellt: Man schießt mit dem Smartphone ein Foto, gibt Produktinformationen ein und wählt Ort sowie Kategorie aus, in der das Produkt zu finden sein soll. Den Käufern hilft eine Suchfunktion beim Aufstöbern bestimmter Produkte, die sich nach Ort, Kategorie und Preis sortieren lassen. Interessenten können für die Produkte jeweils ein Angebot machen. Bezahlung, Lieferung oder Abholung des Artikels müssen Käufer und Verkäufer dann privat ausmachen. Einen Käuferschutz wie bei eBay gibt es nicht.

Gebühren für das Inserat und den Verkauf will Facebook nicht haben. Wichtiger als Geld dürfte für Facebook sein, dass die Nutzer mehr Zeit im sozialen Netzwerk verbringen. Bereits 2007 hatte Facebook mit einem Kleinanzeigenmarkt experimentiert – ohne Erfolg. (dbe)