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Kopfhörer: Apple Airpods 2 gegen neun In-Ears mit Bluetooth

In-Ear-Konkurrenten der Airpods kosten zwischen 90 und 1200 Euro. c't spürt Unterschiede beim Klang, Tragekomfort und der Akkulaufzeit auf.

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Das Computermagazin c't vergleicht in der aktuellen Ausgabe zehn In-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth-Anbindung. Die populären Airpods der zweiten Generation von Apple mussten sich mit Modellen von Audio-Technica, Beyerdynamic, Samsung, Shure und Soul messen. Angesichts der Preise zwischen 90 und 1200 Euro dürfen Kunden große Unterschiede beim Klang, der Akkulaufzeit und nicht zuletzt beim Tragekomfort erwarten.

Im Test stellte sich heraus, dass die Übertragung per Bluetooth zwar keine klanglichen Einbußen mit sich bringt, Probleme mit Verbindungslatenzen aber weiterhin ungelöst sind. Während 5G-Funkverbindungen mit Übertragungszeiten von einer Millisekunde beworben werden, weisen die getesteten Ohrstöpsel Verzögerungen von rund 30 bis über 400 Millisekunden aus. Nur ein Modell von Sennheiser blieb unter der für die lippensynchrone Wiedergabe nötigen Latenz von 80 ms. Für Musiker sind Bluetooth-Audio-Verbindungen nach wie vor ungeeignet.

Manche In-Ears arbeiten mit mehreren Schallwandlern, die einen klareren Klang über ein größeres Frequenzspektrum erzeugen sollen. Im Test konnten wir dies nicht bestätigen: Modelle mit bis zu vier Wandlern klangen nicht besser als In-Ears mit nur einem Wandler.

Bei den Akkulaufzeiten entpuppten sich die speziell für Sportler konzipierten In-Ears von Audio-Technica und Soul als nur kurzstreckentauglich. Deutlich länger hielten In-Ears durch, die über ein Kabel mit einem kleinen Akku verbunden sind – auch wenn dieser manchmal störend am Hals baumelte.

In puncto Tragekomfort trägt die luftdichte Abschottung über Gummimanschetten im Ohrkanal viel zum Unwohlsein bei. Diese Abdichtung ist bei etlichen Modellen nötig, um tiefe Bassfrequenzen mit genügend Druck aufs Trommelfell zu übertragen. Allerdings werden durch die Abdichtung auch körpereigene Geräusche dumpf reflektiert. Einzig die Airpods 2 von Apple verzichten auf eine Komplettabdichtung, schmiegen sich dadurch aber auch schlechter ins Ohr.

Den kompletten Test der In-Ear-Kopfhörer, inklusive Kunstkopfmessungen der Frequenzverläufe und detaillierten Beschreibungen der Klangeigenschaften lesen Sie in der aktuellen c't 11/2019. (hag)