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Kopierschutz der PSP 2.0 umgangen

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Nur wenige Tage, nachdem ein Software-Fehler in der Bildanzeige der PSP entdeckt worden war, der mit Hilfe eines manipulierten TIFF-Bildes einen Buffer-Overflow verursachte, haben Hacker den wichtigsten Kopierschutz der europäischen PSP geknackt. Mit Hilfe des Buffer-Overflows fanden sie eine Möglichkeit, die aktuelle Firmware 2.0 als Version 1.0 zu markieren, woraufhin die Version 1.5 aufgespielt werden kann.

Die Firmware 1.5 weist ein Sicherheitsloch auf, durch das nicht lizenzierte Software auf der Konsole abgespielt werden kann. Dazu gehört zum einen so genannte Homebrew-Software, zum anderen jedoch auch Programme, mit denen man Kopien von kommerziellen UMD-Spielen vom Memory Stick abspielen kann. Kurz nach Veröffentlichung des Hacks waren sowohl die Webseite der Hackergruppe als auch andere bekannte Szene-Seiten nicht abrufbar, was an einem zu großen Ansturm von Besuchern liegen dürfte.

Sony hatte bisher versucht, die bekannten Sicherheitslücken der PSP durch irreversible Firmware-Updates zu beheben. Diese brachten in der Version 2.00 neue Funktionen wie einen Webbrowser und einen verbesserten AVC-Video-Codec mit. Durch den Fehler in der Firmware 2.0 können Anwender nun je nach Bedarf unterschiedliche Firmware-Versionen aufspielen.

Für die Spielehersteller in Europa könnte sich das mögliche Firmware-Downgrade negativ auf die Verkaufszahlen ihrer PSP-Spiele auswirken, denn Software-Piraten sind nun in der Lage, nahezu jeden verfügbaren Titel zu kopieren und vom Memory Stick abzuspielen. Bisher wurden die Spiele durch keinerlei zusätzliche Schutzmaßnahmen gesichert. Die Hardware-Verkäufe -- besonders die der großen Memory Sticks von Sandisk und Sony -- dürfte der Hack hingegen stimulieren. (hag)

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