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Kopierschutz von Microsoft Reader geknackt

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Der Kopierschutz des Microsoft Reader zum Lesen von E-Books wurde offensichtlich geknackt. Dies soll einem Hacker gelungen sein, der sein Tool einem Reporter des Technology Review, einer Zeitschrift des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston, vorgestellt hat. Demnach sei es jetzt möglich, E-Books über die Software auf weitere Computer und Notebooks als diejenigen zu laden, für die das jeweilige E-Book lizenziert wurde. Zudem stelle das Überspielen der elektronischen Bücher auch auf andere E-Book-Reader kein Problem dar. Gegenüber der Technology Review kündigte der Hacker an, die Software lediglich privat nutzen zu wollen.

Dass der Reader von Microsoft ohne komplettes Digital Rights Management (DRM) zu unsicher ist, war allerdings kein großes Geheimnis. Schon seit längerer Zeit warten etwa Pocket-PC-Benutzer auf ein Update, das ihr System mit der fehlenden Sicherheitsstufe nachrüstet. Große Verlage haben bisher um Microsofts Reader einen Bogen gemacht, denn nur wenige sind bereit, elektronische Bücher für eine aus ihrer Sicht unsichere Plattform zu vertreiben.

Mit der Entscheidung, sein Tool vorerst nicht zu veröffentlichen, schützt sich der Hacker vor einem möglichen Einschreiten der Justiz. Erst vor kurzem wurde der russische Entwickler Dmitry Sklyarov vom FBI festgenommen. Sklyarov arbeitete für ElcomSoft; die Firma hatte unter anderem den Advanced eBook Processor entwickelt. Dieser konnte den Kopierschutz von Adobes eBook Reader umgehen und verstieß nach Ansicht von Adobe gegen den Digital Millennium Copyright Act. (daa)

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