Kosten für E-Auto-Akkus: 100 Dollar pro Kilowattstunde in Reichweite

Die Kosten für Batterien für Elektroautos sinken immer weiter. Im Jahr 2023 soll laut einer neuen Studie ein entscheidender Schwellenwert erreicht werden.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 291 Beiträge
Von

Die Kosten für Batterien könnten schon im Jahr 2023 auf den Wert von 100 Dollar pro Kilowattstunde sinken, ab dem davon ausgegangen wird, dass reine Elektroautos nicht mehr teurer verkauft werden müssen als konventionelle Fahrzeuge. Das sagt die Marktforschungsfirma BloombergNEF (BNEF) in einer aktuellen Studie voraus. Schon im laufenden Jahr sind die Kosten pro Kilowattstunde demnach seit 2010 um 87 Prozent auf durchschnittlich 156 Dollar gefallen, berichtet Technology Review online in „Akkus: Auf dem Weg zu 100 Dollar pro Kilowattstunde“.

Die nötigen Batterien machen einen erheblichen Kostenblock bei der Produktion von Elektroautos aus. Das im Jahr 2012 neue Tesla Model S zum Beispiel hatte anfangs einen Akku mit 40 Kilowattstunden – bei den damaligen Durchschnittspreisen hätte das Kosten von rund 28.000 Dollar allein für den Akku bedeutet. Die Jahr für Jahr sinkenden Kosten führt BNEF auf Effizienzerhöhungen in der Zell-Produktion und höhere Energiedichten zurück. In Zukunft sollen auch Einsparungen bei der Integration der Zellen zu Batteriepacks zu weiteren Kostensenkungen beitragen.

BNEF weist darauf hin, dass es sich bei den veröffentlichten Angaben stets um Durchschnittswerte für die gesamte Branche handelt – mögliche Kostenvorteile einzelner Anbieter sind den Daten also nicht zu entnehmen. Dabei scheint es die durchaus zu geben: Tesla-CEO Elon Musk erklärte schon im Sommer 2018, sein Unternehmen werde schon 2020 die Schwelle von 100 Dollar pro Kilowattstunde bei fertigen Akkupacks erreichen. Auch von Volkswagen heißt es, der Konzern habe sich für den Elektro-Kompaktwagen ID.3, der 2020 auf den Markt kommen soll, Preise von unter 100 Dollar pro Kilowattstunde gesichert, wobei aber nicht klar ist, ob sich diese Angabe auf Zellen oder auf komplette Pakete bezieht.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)