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Kostenlose Bundesliga soll der Telekom mehr IPTV-Kunden bescheren

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Eine Million IPTV-Abonnenten wollte der frühere Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke bis Ende 2007 unter Vertrag sehen – wenige Tage vor Ablauf dieser Frist würde sich sein Nachfolger René Obermann mit einem Fünftel bereits zufrieden geben. Doch auch die von Obermann ausgegebene Zielgröße von 200.000 Kunden, die pro Monat mindestens 60 Euro für eines der T-Home Entertain-Pakete ausgeben, wird die Telekom deutlich verpassen: Mitte Dezember konnte der Konzernchef lediglich rund 100.000 IPTV-Abonnenten bestätigen.

Um ihren Kunden das Medium IPTV schmackhaft zu machen, hatte die Telekom vor zwei Jahren um die Internet-Übertragungsrechte der Fußball-Bundesliga mitgeboten und für geschätzte 50 Millionen Euro den Zuschlag für drei Spielzeiten erhalten. Wer das komplette, von Premiere produzierte Bundesliga-Programm sehen will, musste dafür bislang zehn Euro monatlich extra bezahlen. Künftig werde die Bundesliga jedoch für Null Euro angeboten, sagte der Marketingvorstand der Festnetzsparte T-Home, Christian Illek, am heutigen Freitag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX in Frankfurt.

Das Angebot soll am 14. Januar starten und alle Live-Begegnungen umfassen. Voraussetzung für den Empfang ist allerdings der Abschluss eines Zweijahresvertrages für eines der Entertain-DSL-Pakete. Auch gilt das Angebot zunächst nur für die Spiele der Rückrunde, die wegen der Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz bereits am 18. Mai endet. Unternehmensangaben zufolge ist das internetbasierte Fernsehen inzwischen in gut 17 Millionen Haushalten in Deutschland verfügbar. Wer die Spiele in HD-Qualität erleben will, benötigt einen Anschluss an das VDSL-Netz der Telekom, das bislang 27 deutsche Städte umfasst. (pmz)