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Kostenlose E-Book-Flatrate Readfy verfügbar

Aus 25.000 Büchern können die Nutzer bei Readfy beliebig wählen und lesen, was sie wollen. Dafür verlangt der Dienst aber keine Monatsgebühr, sondern setzt – zumindest bislang – ganz auf Werbeinbendungen. Das hat Einschränkungen zur Folge.

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Das kostenlose E-Book-Angebot von Readfy ist seit dem Wochenende verfügbar. Nutzer können dabei auf iOS- und Android-Geräten aus 25.000 E-Books wählen und diese kostenlos lesen. Finanziert wird das durch Werbebeinblendungen – zum einen direkt als animiertes Banner oberhalb jeder Buchseite, aber auch als Videowerbung zwischen den Seiten. Im Katalog fehlen zur Eröffnung noch wirkliche Bestseller: Im Startbildschirm beworben wird etwa eine Ausgabe von Perry Rhodan (Pabel-Moewig Verlag) – von der Science-Fiction-Heftserie gibt es noch andere Ausgaben, nicht jedoch die aktuelle. Darüber hinaus finden sich etwa die Chroniken von Narnia (C.S. Lewis) oder Wolfgang Hohlbeins Chroniken der Elfen (beide vom Ueberreuter Verlag).

Über der Buchseite erscheint Werbung.

(Bild: Screenshot)

Wer sich bei Readfy angemeldet hat, kann in dem Katalog stöbern. Bevor der Nutzer ein so gefundenes Buch lesen kann, muss es Heruntergeladen werden. Auch wenn das E-Book danach auf dem Gerät liegt, muss die App immer online bleiben. Findet Readfy zwei Minuten lang keine Internetverbindung, wird das Buch geschlossen; ein Weiterlesen wird erst wieder möglich, wenn auch wieder Internet verfügbar ist. Das dürfte notwendig sein, um die Werbung nachzuladen, könnte aber schon beim Zugfahren zum Problem werden. Readfy selbst hat angekündigt, die Offline-Funktion Anfang 2015 nachzuliefern – in einer geplanten Premium-Funktion.

Bricht die Internetverbindung ab, ist's bald auch nichts mehr mit Weiterlesen.

(Bild: Screenshot)

Die Betreiber von Readfy geben sich optimistisch, das Angebot an verfügbaren Titeln schon auf der anstehenden Frankfurter Buchmesse deutlich erweitern zu können. Dort sollen weitere Verlage – die an den Werbeerlösen beteiligt werden – für eine Kooperation gewonnen werden. Andererseits wird auch erwartet, dass Amazon in Frankfurt seine E-Book-Flatrate Kindle Unlimited für deutsche Nutzer öffnet. Die können dann beim Branchenprimus beliebig viele E-Books aus einem festgelegten Katalog ausleihen. Auch da werden die großen Verlage aber wohl noch fehlen, berichtet die Wirtschaftswoche. Während Readfy dank der Werbung aber kostenlos ist, werden für Kindle Unlimited monatlich 10 Euro fällig, genauso viel wie für die E-Book-Flatrate Skoobe. (mho)