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Krach um Windows XP Beta

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Bis zu 2500 US-Dollar kostet das Abonnement namens Microsoft Developer Network, das der Software-Riese primär für Entwickler anbietet. Darin enthalten sind nicht nur gängige Werkzeuge zur Windows-Programmierung, sondern in der Regel auch Vorabversionen von künftigen Betriebssystemen. Auf diese Weise können Entwickler schon frühzeitig feststellen, ob sich ihre Produkte mit den geplanten Microsoft-Entwicklungen vertragen. Nicht nur die regelmäßig gelieferten CD- respektive DVD-Berge machen den Reiz des Abos aus. Vor allem wegen der Option, neue Software auch zum Download vorzufinden, erfreut sich das Programm bisher großer Beliebtheit.

Dies könnte sich mit Windows XP ändern: Schon seit vergangenem Freitag findet sich in der MSDN-News-Gruppe ein Posting von James van Eaton, Program Manager für MSDN, in dem er erklärt, dass es die Beta 2 von Windows XP und spätere Varianten erst zum Download geben wird, wenn die CDs an die Abonnenten ausgeliefert worden sind. Als Begründung führt van Eaton die in XP integrierte Produktaktivierung und die dazu nötigen eindeutigen Produkt-Keys an. Derzeit gebe es keinen Weg, diese Schlüssel auf elektronischem Weg zu übermitteln. Die Entwicklergemeinde war aber offensichtlich gespannt auf die zweite Beta von Windows XP – die Reaktionen einiger MSDN-Teilnehmer auf die Ankündigung fallen jedenfalls recht rüde und harsch aus. (ps)