Krankenkassen empfehlen Internet-Apotheken

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Krankenkassen in Norddeutschland wie die DAK, die Techniker Krankenkasse (TK) oder der Siemens Betriebskrankenkasse (SBK) empfehlen ihren Mitgliedern die häufigere Nutzung von Internetapotheken, um Kosten zu sparen. Viele Krankenkassen haben bereits entsprechende Rahmenvereinbarungen mit Internet-Apotheken im In- und Ausland abgeschlossen. Nach Aussage von DAK-Pressesprecher Frank Meiners erwerben derzeit etwa 0,8 Prozent der DAK-Versicherten ihre Medikamente bei Online-Apotheken. Man erwarte in den kommenden Jahren eine Steigerung auf sieben bis zehn Prozent. Die Einsparung für die Mitglieder sei von Fall zu Fall unterschiedlich. Bei rezeptpflichtigen Mitteln könne zumindest ein Teil der Rezeptgebühr gespart werden.

Die SBK beispielsweise hat mit der Europa Apotheek im niederländischen Venlo eine Rabattvereinbarung getroffen. Bei rezeptpflichtigen Medikamenten können SBK-Kunden bis zu 50 Prozent sparen, bei rezeptfreien Mitteln beträgt die Ersparnis bis zu 35 Prozent. Mitglieder der TK sollen laut Pressesprecherin Anja Walther bei rezeptfreien Medikamenten bis zu 30 Prozent sparen können.

Bei der Online-Bestellung gilt jedoch zu berücksichtigen, dass man mit Lieferzeiten von zwei bis drei Tagen rechnen muss. Daher sind Versandapotheken vor allem bei chronischen Erkrankungen oder bei Langzeittherapien interessant. Da bei rezeptfreien Arzneimitteln die Preisbindung aufgehoben wurde, kann man aber auch in normalen Apotheken Sonderangebote finden.

Die Stifung Warentest hat im vergangenen Jahr 20 Versandapotheken getestet. Die Hälfte davon erhielt allerdings wegen unzureichender Beratung die Note "Mangelhaft". Eine übersicht über Versandapotheken findet sich unter www.netdoktor.de. (dpa) / (pen)