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Kriegers Flak und Baltic 2: Deutsch-dänisches Stromprojekt schließt Lücke

Deutsch-dänisches Stromprojekt schließt Lücke zwischen Kriegers Flak und Baltic 2

150-kV-Transformator in Bentwisch.

(Bild: 50hertz.com / visavis Filmproduktion )

2019 soll in Windparks erzeugter Strom zwischen Dänemark und Deutschland fließen. Nun soll ein wichtiger Lückenschluss in der Kabeltrasse geschehen.

Der Netzausbau des Netzbetreibers 50Hertz in der Ostsee macht spürbare Fortschritte. So sind die beiden Seekabel für die Strombrücke gelegt, die erstmals mit "Kriegers Flak" einen dänischen und mit "Baltic 2" einen deutschen Windpark einbezieht. Am Donnerstag soll als abschließender Schritt das zweite, 25 Kilometer lange Höchstspannungs-Übertragungskabel auf der Plattform von "Kriegers Flak" eingezogen werden, wie der Leiter Offshore-Projekte bei 50Hertz, Henrich Quick, sagte. Den Planungen zufolge soll in gut einem Dreivierteljahr der erste Strom fließen.

50hertz.com

(Bild: 50hertz.com)

Zum Gesamtprojekt gehöre auch der Bau eines Konverters im Umspannwerk Bentwisch. Dort war Mitte April Richtfest gefeiert worden. Hintergrund der 250-Millionen-Euro-Investition sei, dass das skandinavische und das kontinental-europäische Stromnetz zwar beide mit einer Frequenz von 50 Hertz arbeiten, aber nicht synchron laufen, wie Quick sagte.

In Bentwisch werde der Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt und anschließend wieder in Wechselstrom, dann aber in der Frequenz des jeweiligen Verbraucherlandes. Die Ingenieure versprechen sich durch diese Technik mehr Flexibilität und Versorgungssicherheit bei der Stromversorgung. Die Hälfte der Investition werde von der EU beigesteuert, jeweils ein Viertel kommt von den beiden beteiligten Netzbetreibern 50Hertz und Energinet.dk. (anw [1])


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http://www.heise.de/-4100356

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[1] mailto:anw@ct.de