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Kritik am Telekom-Vorstand nach Gewinnwarnung

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Die Fondsgesellschaft Union Investment hat die Führung der Deutschen Telekom nach der erneuten Gewinnwarnung kritisiert. "Der Zeitpunkt und das Ausmaß der Gewinnwarnung sind überraschend", sagte Fondsmanager Andreas Mark der dpa-AFX. Er sei davon ausgegangen, dass die Prognose erfüllt werde, da das vierte Quartal gut gelaufen sein sollte. "Die Gewinnwarnung erhöht nicht die Glaubwürdigkeit des Managements." Hinzu komme, dass Vorstandschef René Obermann bereits bei der ersten Absenkung der Prognose im August vergangenen Jahres als T-Mobile- Vorstand beteiligt gewesen sei.

Der Bonner Konzern hatte am Sonntag überraschend die Erwartung für das operative Ergebnis 2007 um rund eine Milliarde Euro gesenkt und dies mit dem harten Wettbewerb in Deutschland begründet. "Es besteht die Möglichkeit, 2007 besser als prognostiziert abzuschneiden", sagte Mark. Allerdings gebe es auch "erhebliche Risiken" für die Prognose. "Der Wettbewerb wird sich im Festnetz und Mobilfunk noch einmal verschärfen."

Fondsmanager Mark äußerte Zweifel an der Strategie des Unternehmens: "Die Maßnahmen bei T-Com haben nicht gegriffen, was sich im vierten Quartal am Kundenabfluss von erneut über einer halben Million zeigt", sagte er. Die Festnetzsparte der Telekom verlor im vergangenen Jahr über zwei Millionen Kunden an die Konkurrenz. Mit im Herbst eingeführten Bündeltarifen will der Konzern die Erosion seiner Kundenbasis stoppen. Mark rechnet nicht mit einem Umschwung in diesem Jahr. "Der Kundenverlust wird auch in diesem Jahr anhalten."

Die Börse reagierte jedenfalls insgesamt ungehalten auf die Gewinnwarnung der Telekom: Der Konzern wurde direkt nach Börsenschluss abgestraft. Der Aktienkurs sackte bereits im frühen Handel um über sechs Prozent ab; am Nacmittag notierte die Aktie mit rund 5,3 Prozent im Minus bei 13,42 Euro. (dpa) / (jk)