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Technology Review

Krypto-Währungen: Obamas Crowdfunding-Gesetz soll ICOs retten

Die amerikanische Börsenbehörde will bei Initial Coin Offerings wesentlich genauer hinsehen. Regelungen aus der Zeit der letzten US-Präsidentschaft könnten Krypto-Start-ups helfen.

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Obamas Crowdfunding-Gesetz soll ICOs retten

Gebäude der SEC in Washington.

(Bild: US-Regierung / PD)

Der Hype um Kryptowährungen und sogenannte Initial Coin Offerings (ICOs), mit denen neue Token bei Anlegern platziert werden, hat sich in letzter Zeit merklich abgekühlt. Das liegt auch an neuen Maßnahmen der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC), berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("US-Behörden kontra Kryptowährungen").

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Seit Anfang 2017 haben ICOs Unternehmen einer Schätzung zufolge rund 10 Milliarden US-Dollar in die Kassen gespült. Viele der Firmen, die dies taten, behaupteten, sie verkauften kein Wertpapier und kein traditionelles Investment wie eine Aktie oder eine Anleihe. Anleger wetten wiederum darauf, dass der Wert der Token steigen wird und sie dann beim Verkauf über Online-Handelsplattformen davon profitieren können.

In einem SEC-Warnschreiben von Anfang März heißt es nun, Plattformen, die den Handel und andere Dienstleistungen im Bereich von ICO-Tokens ohne Genehmigung der SEC anböten, verstießen gegen amerikanischen Recht.

Der Markt muss sich nun schnell anpassen, um das "neue Paradigma" der ICO-Regulierung anzunehmen. Aaron Kaplan, Wertpapierjurist und Chief Operating Officer bei Prometheum, meint, seine Firma entwickle daher nun eine zur Haltung der SEC "vollständig kompatible" Plattform. Helfen soll ein Gesetzeswerk aus der Obama-Ära. Die Firmen setzen auf ein Crowdfunding-Gesetz: Den "Jumpstart Our Business Startup Act" von 2012. Damit wurde der Verkauf ungelisteter Anteile von Start-ups mittels Internet-basiertem Crowdfunding signifikant erleichtert.

Das Gesetz sei "perfekt geeignet" für das Einwerben von kryptowährungsbasierten Geldern, glaubt Howard Marks, Chef von StartEngine, einer Firma, die Jungunternehmern hilft, Investments über die Crowd an Land zu ziehen. Es existiere bereits eine "großartige Regulierung", es braucht also keine neue. "Es ist einfach, es ist billig und es funktioniert."

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