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Kryptogeld-Hack: Bithumb um mehr als 27 Millionen Euro erleichtert

Und plötzlich sind 27 Millionen Euro weg. Ein Systemumbau könnte ein Einfallstor für die Hacker gewesen sein.

Kryptogeld-Hack: Bithumb um mehr als 27 Millionen Euro erleichtert

Hacker haben der südkoreanischen Kryptobörse Bithumb in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch etwa 35 Milliarden Won, umgerechnet etwa 27,4 Millionen Euro, an Kryptowährung gestohlen. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen die betroffenen Nutzer aus Beständen von Bithumb entschädigt werden. Alle Vermögenswerte der Anleger seien aber sicher, betonte Bithumb. Bis zur genauen Klärung des Vorfalls werden die Einlagen eingefroren und der weitere Handel ausgesetzt.

Der Ablauf des Hacks werde derzeit untersucht, schrieb Bithumb in einem kurzen Post. Das nach Handelsvolumen zu den zehn größten Kryptobörsen gehörende Bithumb hatte bereits vor vier Tagen auf Twitter angekündigt, alle Vermögenswerte in eine geschützte "cold wallet" zu transferieren, um das Sicherheitssystem auszubauen und die Datenbank zu aktualisieren. Unklar ist, ob dieser Umbau den Angriff ermöglicht oder der Hack möglicherweise bereits davor stattgefunden hat, sodass sich Bithumb zu dieser Aktualisierung genötigt sah.

Bithumb hat seine Nutzer dazu aufgefordert, vorerst kein weiteres Geld mehr in den digitalen Geldbörsen zu deponieren.

Bithumb war bereits in der Vergangenheit Angriffen ausgesetzt. So erbeuteten im Februar 2017 Hacker Bitcoin und Ethereum im damaligen Gegenwert von etwa 82 Millionen US-Dollar. Der südkoreanische Geheimdienst vermutete damals Nordkorea hinter dem Diebstahl. (olb)

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