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Kryptogeld-Mining-Grafikkarten: Hohe Preise für AMD Radeon, Knappheit dauert an

Leistungsfähige Radeon-Grafikkarten bleiben weiterhin knapp. Auf Ebay werden die begehrten Mining-Karten dabei schon zu astronomische Preisen verkauft.

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(Bild: heise online/chh)

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ASUS ROG Strix Radeon RX 570 OC, ROG-STRIX-RX570-O4G-GAMING, 4GB GDDR5, 2x DVI, HDMI, DisplayPort (90YV0AJ0-M0NA00)
ASUS ROG Strix Radeon RX 570 OC, ROG-STRIX-RX570-O4G-GAMING, 4GB GDDR5, 2x DVI, HDMI, DisplayPort (90YV0AJ0-M0NA00) ab € 171,70

Die hohe Nachfrage nach AMD-Grafikkarten der Serien Radeon RX 470/480 und RX 570/580 hält weiter an. Die Grafikkarten sind bei deutschen Händlern quasi nicht mehr zu bekommen. Dabei klettern die Preise mancher Karten seit Ende Mai stetig: So liegt beispielsweise der günstigste Preis für die nicht lieferbare Asus Expedition Radeon RX 570 OC bei mittlerweile 199 Euro. Auf Ebay wechseln solche Radeon-Karten bereits für astronomische Preise den Besitzer. So werden zahlreiche Radeon-Grafikkarten der Serie RX 580 für 400 bis 500 Euro pro Stück angeboten. Selbst ältere Grafikkarten wie die Radeon R9 290/290X und Radeon R9 390/390X erzielen auf Ebay sehr hohe Preise.

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Begründet ist die schlechte Verfügbarkeit der genannten Radeons durch die hohe Nachfrage von Nutzern, die ihre Grafikkarten zum Schürfen der Kryptowährung Ethereum verwenden. Das wurde gegenüber c't bereits auf der Computex von einigen Herstellern unterstrichen. In China existieren ganze Farmen mit zusammengeschalteten GPU-Rigs, die sich allein dem Schürfen von Ethereum verschrieben haben. Entsprechen bieten manche Hardware-Hersteller mittlerweile auch spezielle Mining-Komponenten an.

Zahlreiche Verkäufer auf Ebay weisen ihre Grafikkarten auch mit der besonders guten Eignung für Ethereum-Mining aus. Ethereum-Schürfer lassen häufig mehrere Grafikkarten pro System rechnen und setzen dabei vor allem auf AMD-Grafikkarten. Diese sind günstiger als Nvidia-Grafikkarten und erreichen eine im Vergleich höhere Leistung, die beim Ethereum-Schürfen in Megahashes pro Sekunde angegeben wird.

Radeon-Grafikkarten schürfen Ethereum über die OpenCL-Schnittstelle, Nvidia-Grafikkarten lassen die Rechenprozesse über die CUDA-Schnittstelle ablaufen. Wer mehrere Grafikkarten hat, sollte diese nicht via CrossFire oder SLI zusammenschalten, um Probleme zu vermeiden. Mittels spezieller Parameter spricht die Mining-Software einzelne oder mehrere GPUs korrekt an, selbst wenn unterschiedliche Grafikkarten im Rechner stecken. Eine Anleitung zum Schürfen von Ethereum finden Sie auf heise online.

Ethereum-Mining-Leistung ausgewählter Grafikkarten mit ethminer
(gemessen mit Parameter "-G --benchmark")
Grafikkarte Megahashes/s (MH/s)
AMD
Radeon RX 480 23,4
Radeon RX 570 21,3
Radeon RX 580 23,5
Radeon R9 290 24,7
Radeon R9 390X 28,5
Nvidia
GeForce GTX 1060 6GB 19,1
GeForce GTX 1070 8GB 27,7
Nvidia Titan X Pascal 31,4

Beim Minen von Ethereum müssen verschiedene Faktoren beachtet werden, die die Profitabilität beeinflussen. So steigt die Schwierigkeit beim Ethereum-Mining im Laufe der Zeit an – es dauert also länger, bis Einheiten gefunden werden. Zudem ist der Ethereum-Dollar/Euro-Kurs Schwankungen unterworfen. Gegengerechnet werden muss außerdem der Strompreis und die Investitionen für die Mining-Hardware. (mfi)