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Kryptogeldhandel: Bitcoinkurs zeitweise unter 10.000 US-Dollar

Der schwankungsfreudige Bitcoin stürzte zum zweiten Mal in diesem Monat unter 10.000 US-Dollar ab. Auch andere Kryptowährungen gaben nach.

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(Bild: dpa, Ina Fassbender)

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Der Kurs der Kryptowährung Bitcoin hat seinen kurzfristigen Abwärtstrend fortgesetzt. Am Montagmorgen rutschte der Kurs auf mehreren Handelsplätzen wie etwa Bitstamp zeitweise auf 9.855 US-Dollar. Seit Freitag hat er somit mehr als zehn Prozent eingebüßt. Damit ist der Bitcoin zum zweiten Mal in diesem Monat unter die 10.000 US-Dollar gefallen. Derzeit verzeichnet Coinmarketcap aber wieder einen Durchschnittskurs von 10.300 US-Dollar.

Hinter dem Kursrutsch dürften wohl wieder Gewinnmitnahmen nach einem Anstieg über 13.000 Dollar zur Wochenmitte stehen. Bereits Ende Juni wurde fast die Marke von 14.000 US-Dollar genommen, die darauffolgende Achterbahnfahrt des Preises führte am 2. Juli kurz unter 10.000. Ein nachhaltiger Durchbruch in Richtung der alten Rekordhöhe von fast 20.000 US-Dollar scheint im aktuellen Marktumfeld noch nicht möglich.

Wie so oft, wenn der Bitcoin nachgibt, zog es auch andere Kryptowährungen nach unten. Ethereum, die Nummer zwei im Markt, fiel von rund 270 US-Dollar am Freitag auf bis unter 220 US-Dollar ab. Damit büßte die Währung im Wesentlichen ihre seit Mitte Mai gemachten Zugewinne wieder ein. Die gesamte, von Coinmarketcap erfasste Marktkapitalisierung aller Kryptowährung fiel bis auf unter 270 Milliarden Dollar. Zu Beginn des Wochenendes lag sie noch deutlich über 300 Milliarden Dollar. Aktuell ist wieder ein leichter Aufwärtstrend zu beobachten.

Manche Beobachter sehen auch kritische Aussagen von Notenbankern und US-Präsident Donald Trump als Einfluss auf den Abschwung. "Ich bin kein Fan von Bitcoin und anderen Kryptowährungen", twitterte Trump am vergangenen Donnerstag. Sie seien nicht wertbeständig und basierten auf "dünner Luft". Es handele sich dabei nicht um Geld, und unregulierte Krypto-Anlagen könnten illegale Machenschaften wie Drogenhandel fördern. Auch zu Facebooks geplantem Digitalgeld Libra äußerte sich Trump und forderte Facebook auf, sich eine Banklizenz zu besorgen. Zudem hatten sich die Spitzen mehrerer Zentralbanken für eine scharfe Regulierung des Libra-Coins ausgesprochen.

Marktanalyst Craig Erlam von der Handelsplattform Oanda brachte daneben negative Berichte über den Diebstahl von Bitcoins am Wochenende ins Spiel. "Wie es oft der Fall ist, ist nicht sicher, ob diese Geschichten zu dem Ausverkauf beigetragen haben oder ob sie überhaupt die gleiche Aufmerksamkeit erhalten, die sie einst bekamen", schrieb er. (Mit Material der dpa) / (axk)