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Kryptographie: AES hat Wirtschaft 250 Milliarden Dollar gebracht

Der Advanced Encryption Standard hat der Wirtschaft 250 Milliarden US-Dollar gebracht. Das hat das für den Standard verantwortliche NIST berechnet.

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Verschlüsselung, Binär, Daten, Kryptographie

(Bild: Gerd Altmann, Public Domain (Creative Commons CCo))

Das vom US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST) entwickelte Verschlüsselungsverfahren AES hat einen wirtschaftlichen Mehrwert von 250 Milliarden US-Dollar gebracht. Das zumindest hat das das NIST selbst in einer Studie errechnet, in der es darum geht, was der Advanced Encryption Standard in den vergangenen fast 20 Jahren gebracht hat. Das weiterhin als eines der sichersten geltende Verfahren war 2001 standardisiert worden und hat sich nicht nur für die Wirtschaft immens gelohnt.

Das symmetrische Verschlüsselungsverfahren AES sollte man auch heute noch nahezu immer einsetzen, wenn es darum geht, Daten sicher zu verschlüsseln. Für die Wahl einer Alternative sollte man immer gute Gründe dafür haben und diese auch auflisten können können. AES wird noch auf viele Jahre hin nicht zu knacken sein, zumindest wenn man die maximale Schlüssellänge von 256 Bit nutzt. Das gilt sogar für die absehbare Nutzung von Quantencomputern zum Knacken von Verschlüsselung, denn die können AES kaum etwas anhaben.

Die nun vorgestellte Studie zum Einfluss von AES zeigt ihren Machern zufolge auch den immensen wirtschaftlichen Wert, den staatlich geförderte Forschung und Entwicklung haben kann. "AES hat in außerordentlicher Weise dazu beigetragen, rund um den Globus Vertrauen in die IT-Systeme herzustellen", meint Charles Romine vom Information Technology Laboratory des NIST. Man sei zufrieden, wie sich AES im Laufe der Zeit bewährt hat. Das Verfahren war unter Mithilfe der weltweiten Kryptographie-Gemeinschaft entwickelt worden und beruht auf dem in Belgien ausgearbeitetem Algorithmus Rijndael. (mho)

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