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Kryptowährungen: Kanye klagt gegen Coinye, Chuck Norris stoppt Norriscoin

Gleich zwei Kryptowährungen wurden von ihren unfreiwilligen Namenspaten wegen verletzter Markenrechte zu Fall gebracht: Die Anwälte des Schauspielers Chuck Norris gingen mit Unterlassungserklärung gegen den "Norriscoin" vor. Und der Rapper Kanye West sorgte mit seinen Rechtsbeiständen dafür, dass sich die Entwickler des "Coinye" von ihrer Währung distanzierten.

Auch der Logowechsel zum Karpfen-Rapper brachte nichts: Kanye West klagt gegen den Coinye

Die an den Rapper angelehnte Währung sollte ursprünglich Coinye West heißen und das klar erkennbare Konterfei des Musikers als Logo tragen. Nach einer Unterlassungserklärung und der Drohung mit weiteren rechtlichen Schritten benannten die unbekannten Entwickler die Währung nur noch in Coinye um und verfremdeten das Logo. Ebenfalls zogen sie mit ihrer Domain nach Indien um und verlegten den offiziellen Start der Währung vom 11. auf den 7. Januar vor. Am Dienstag reichten Kanyes Vertreter laut Bericht der New York Post schließlich Klage wegen Verletzung von Markenrechten vor einem US-Gericht ein – worauf die Macher des Coinye einknickten. "Coinye ist tot. Du hast gewonnen, Kanye", lässt die Webseite verlauten.

Laut einem Post bei Reddit sollen sich die Coinye-Macher aller Einheiten der Währung entledigt haben. Die Community, die sich in der kurzen Zeit um die Währung geschart hat, scheint aber willens, den Coinye weiterzuführen. Ein neuer Logo-Vorschlag für die Währung, der einen Koi-Karpfen mit Samuraischwertern zeigt, kursiert bereits im Netz.

Chuck Norris mag keine Chuck-Norris-Witze und lässt den Norriscoin abmahnen.

Chuck Norris Anwälte kamen offenbar erst durch Meldungen des Blogs Ars Technica auf den nach ihrem Mandaten benannten Coin. Der Bericht zitiert einen Sprecher von Norris, dass Name und Konterfei des Schauspielers unautorisiert verwendet wurden, weshalb die Entwickler der Kryptowährung abgemahnt wurden. Zuvor hatten diese noch auf ihrer Seite verlauten lassen, dass die Währung am 14. Januar ihre Premiere haben solle, um "ordentlich Schmerzen, Roundhouse-Kicks, Raketen und Verteilungsgerechtigkeit auszuteilen". Dem kamen Norris Anwälte zuvor.

Beide Währungen wären wohl mehr oder minder Klone des Bitcoin gewesen, mit einem dezentralen Netzwerk, in dem Guthaben und Transaktionen verwaltet werden, Wallet-Anwendungen als Clients sowie Tauschbörsen zum Geldwechsel. (axk)

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