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Kuba schaltet 3G-Mobilfunk dauerhaft frei

In dem Inselstaat können Nutzer erstmals Datenpakete für ihre Handys kaufen. Doch die haben ihren Preis.

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Kuba schaltet 3G-Mobilfunk dauerhaft frei

(Bild: cubadebate.cu)

Kuba hat erstmals für alle Einwohner den Zugang zum 3G-Internet für Mobiltelefone dauerhaft geöffnet. Seit Donnerstag können die Bewohner der sozialistischen Karibikinsel Internet-Pakete erwerben, um mit ihren Telefonen mobil zu surfen, wie der staatliche Mobilfunkanbieter ETECSA mitteilte. Bis Samstag werden schrittweise die Handys freigeschaltet. Die Kubaner müssen für das Angebot umgerechnet zwischen 6 und 26 Euro bezahlen.

Der Telefonanbieter verbreitete ein Foto des kubanischen Ministers für Kommunikation, Jorge Luis Perdomo, das ihn beim Surfen im Internet mit einem Handy zeigt. Das mobile Internet funktioniere am Tag seiner Einführung ganz gut, sagte Francys Muñoz der dpa in der kubanischen Hauptstadt Havanna.

Er müsse sich noch daran gewöhnen, wie er die Daten am besten nutzt, damit nicht alles gleich aufgebraucht sei, sagte der Student. Bisher mussten Kubaner einen der rund 1200 "Wifi-Parks" besuchen, wo sie pro Stunde Internet einen Dollar zahlten.

Nach Angaben des Telefonanbieters gibt es auf Kuba mit seinen 11,4 Millionen Einwohnern rund 5,3 Millionen Handys. Das Internet wurde dort in den 90er Jahren über Satellit eingeführt. Wegen der Sanktionen der USA konnte sich der sozialistische Staat nicht an die Untersee-Kabel anschließen, die in der Region verlegt sind. Seit 2012 kann die Insel dank einer Abmachung mit Venezuela auf eine Fiberglasverbindung zugreifen.

Viele der Einwohner der Insel werden sich mobiles Internet allerdings nicht leisten können. Das monatliche Durchschnittseinkommen liegt nach Angaben des Auswärtigen Amts bei rund 31 Dollar, etwa 27 Euro.

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(anw)

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