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Kuba setzt verschärfte Internet-Kontrolle aus

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Die Durchführung eines kubanisches Gesetzes, das den Zugang zum Internet erschwert, ist vorerst ausgesetzt worden. Nach dem Gesetz sollten fortan nur noch Kubaner, die eine spezielle Erlaubnis dazu haben, das Internet über eine reguläre Telefon-Leitung nutzen können. Diese Erlaubnis sollte Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes, hauptamtlichen Mitarbeitern der Kommunistischen Partei und Ärzten vorbehalten sein.

Der kubanischen Telefongesellschaft Etecsa oblag es, die technischen Voraussetzungen für die Umsetzung des Gesetzes zu schaffen. Die Etecsa teilte nun mit, die Zugangskontrollen würden auf unbestimmte Zeit verschoben; die Kunden würden rechtzeitig informiert, wenn die neuen Bestimmungen umgesetzt würden.

Für die breite Bevölkerung war der Internetzugang schon in der Vergangenheit kaum nutzbar, da Regierung die Verwendung des teuren, in Dollar zu zahlenden Internet-Providers E-Net vorschrieb. In Betrieben und Schulen haben die Kubaner Zugang zu E-Mail und Internet, allerdings nicht ohne die Oberaufsicht von Regierungsvertretern. Anfang 2000 wurde zudem Kubas erstes Internet-Café eröffnet, dessen Nutzung aber einem von Regierungsinstitutionen ausgewählten Autoren- und Künstlerkreis vorbehalten bleiben sollte. (jk)