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Kubaner dürfen wieder Computer kaufen

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Der neue kubanische Staats- und Regierungschef Raul Castro hat den freien Verkauf von Computern, DVD-Playern und anderen Elektrogeräten in dem kommunistischen Land wieder zugelassen. Bislang war der Handel mit diesen Geräten auf der Karibikinsel staatlich reglementiert. Als Grund für die Lockerung wird Pressemeldungen zufolge eine bessere Stromversorgung auf Kuba angegeben. Raul Castro hatte nach der Übernahme der Regierungsgeschäfte im Februar aber bereits angekündigt, seinen Landsleuten den Zugang zu Verbraucherprodukten zu erleichtern.

Nach dem Zusammenbruch der einstigen Sowjetunion Anfang der 90er-Jahre und dem Verlust der wichtigsten Handelspartner hatte Kuba eine schwere Wirtschaftskrise durchgemacht. Wegen der schlechten Energieversorgung gab es teilweise 18 Stunden am Tag keinen Strom. Der Verkauf von Elektrogeräten wie Fernseher, Mikrowellen oder Toaster an Privatpersonen wurde untersagt. Die Situation verbesserte sich erst im Jahr 2006, als mit Hilfe von Venezuela, dem heute wichtigsten Handelspartner Kubas, hunderte von Generatoren zur Stromproduktion angeschafft wurden. (pmz)