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Künstliche Intelligenz: Daten-Wissenschaftler Pedersen soll eBay schlauer machen

Ebay macht Ernst beim Thema Künstliche Intelligenz und hat den AI-Experten Jan Pedersen von Twitter abgeworben. Er soll intelligente Systeme für die E-Commerce-Plattform entwickeln.

Ein Online-Pionier wird 20

(Bild: dpa, John G. Mabanglo)

Für ein besseres Umfeld und eine bessere Bedienbarkeit durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) soll der künftige Vizepräsident und Chef-Wissenschaftler für Künstliche Inteligenz Jan Pedersen auf der E-Commerce-Plattform eBay sorgen. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. eBay hatte den Daten-Wissenschaftler von Twitter abgeworben. Er soll ab dem 20. Januar ein Forschungsteam leiten, um Systeme zur Sprach- und Bilderkennung, zum Maschinenlernen und zur Datenanalyse weiterzuentwickeln und in die E-Commerce-Plattform einzubauen.

Jan Pedersen ist kein Unbekannter im Bereich der Künstlichen Intelligenz und bringt mehrere Jahre Erfahrung in der Datenanalyse mit. Nach seinem Karriereeinstieg bei Xerox war er als Chef-Wissenschaftler bei den Suchmaschinen AltaVista und Yahoo tätig, bevor er zur Tochterfirma A9 von Amazon wechselte, um dort bei der Entwicklung des gleichnamigen Ranking-Algorithmus der Suchmaschine A9 mitzuwirken. 2009 ging er zu Microsoft, wechselte aber Anfang 2017 als Vizepräsident für Datenwissenschaft zu Twitter. Dort hat er den Bereich Machine Learning und Datenanalyse verantwortet.

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Twitter hat in den letzten Jahren mehrere Schlüsselfiguren des Unternehmens verloren wie beispielsweise jüngst den ehemaligen COO Anthony Noto. Nun hat auch Pedersen als KI-Kopf des Unternehmens den Mikro-Blogging-Dienst verlassen.

Bei eBay soll Pedersen den Bereich Künstliche Intelligenz voranbringen. Für eBay und andere E-Commerce-Unternehmen ist die Integration intelligenter Systeme von großer Bedeutung, um langfristig am Markt bestehen zu können. Das Online-Auktionshaus hat bereits seine KI-Anstrengungen erhöht und beispielsweise die KI-basierte Bildersuche "Image Search" und die Suchfunktion "Find it on ebay" in seine App integriert. Der Nutzer kann auf einem Foto beispielsweise ein Kleidungsstück markieren, das ihm gefällt und er haben möchte. Die Bilderkennung analysiert den vom Nutzer gewählten Bildausschnitt mit dem Objekt der Begierde, erkennt es und zeigt dann passende Angebote bei eBay an.

Diese Form der Suche ist alles andere als trivial. Neben intelligenter Bilderkennung kommen Deep-Learning-Algorithmen und komplexe Datenanalyseverfahren zum Einsatz, um dem Nutzer im Ergebnis ein schnelles und reibungsloses Shopping-Erlebnis bieten zu können. Mit dem Feature verspricht sich eBay, einen Vorsprung gegenüber anderen E-Commerce-Unternehmen zu verschaffen. Dazu hatte eBay im letzten Jahr das Unternehmen für Maschinenlernen ExpertMaker und den Spezialisten für Bilderkennung Corrigon gekauft. Pedersen soll die bisherigen Anstrengungen künftig weiter vorantreiben und neue Funktionen erarbeiten. (olb)

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