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Künstliche Intelligenz: Haushaltsroboter hilft beim Spülen

Teamwork zwischen Mensch und Roboter erforschen Wissenschaftler an der University of Wisconsin-Madison. Dabei zeigt sich, dass die Maschinen stärker auf ihren Benutzer eingehen müssen.

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Noch sind Haushaltsroboter keineswegs Mainstream, auch wenn Roomba & Co. in immer mehr Haushalten ihre Runden drehen. Ein Wissenschaftlerteam um Bilge Mutlu, Juniorprofessor für Computerwissenschaften, Psychologie und Produktionstechnik an der University of Wisconsin-Madison hat nun erforscht, wie Mensch und Maschine am besten für einfache Tätigkeit zuhause zusammenarbeiten sollten. Dabei ergab sich, dass Roboter sich stark an den Menschen anpassen müssen, berichtet Technology Review online ("Wie Roboter und Menschen am besten kooperieren").

Dazu führten die Forscher ein einfaches Experiment durch: Sie brachten einem Roboterarm bei, beim Spülen zu helfen und Benutzern getrocknete Teller anzureichen, damit diese sie in ein Regal sortieren. Dazu wurden dem System über einen Kinect-3D-Sensor zunächst acht Probanden gezeigt, die die Aufgabe von Mensch zu Mensch erledigten. Der verwendete Algorithmus konnte die Bereitschaft des Nutzers, den nächsten Teller anzunehmen, schließlich mit einer Genauigkeit von 90 Prozent vorhersagen.

Wie sich zeigte, kooperieren Menschen und Maschine dann am besten, wenn der Roboter sein Verhalten an den Nutzer anpasst. Das zeigte auch eine anschließende Umfrage: Auf den Menschen reagierende und anpassungsfähige Roboter werden deutlich bevorzugt. Das intuitiv adaptive System arbeitet außerdem schneller – wenn auch nicht so schnell wie der proaktive Roboter. "Es gibt immer einen Zielkonflikt zwischen Teamleistung und Nutzererfahrung", sagt Mutlu, "die Menschen wollen mit dem Roboter in ihrer eigenen Geschwindigkeit interagieren und nicht die Effizienz maximieren".

Mutlu glaubt, dass Roboter in absehbarer Zeit beim Ausladen von Lebensmitteln, beim Anreichen von Teilen am Fließband oder beim Beibringen von Übungen im Rahmen der Rehabilitation eingesetzt werden könnten. Sollte die Idee funktionieren, dürfte die nächste Generation von Industrie- und Haushaltsrobotern viel stärker auf ihren menschlichen Besitzer achten – und auf ihn reagieren.

Mehr dazu bei Technology Review Online: