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Künstliche Netzhaut aus Silizium

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Forscher des Department of Neurosurgery der Universität Pennsylvania haben mit Hilfe eines Silizium-Chips die Netzhaut eines Auges nachgebildet. Der in MOS-Technik (metal oxid semiconductor) realisierte Chip simuliert angeblich sowohl die Funktion der Nerven als auch die visuelle Erfassung eines Säugetierauges.

Nach Aussage des Entwicklungsteams könnte der Chip als Grundlage für eine zukünftige Netzhautprothese im Auge dienen. Man könnte die künstliche Netzhaut aber auch dort verwenden, wo man menschliche Systeme nachbilden möchte, etwa in Robotern. Im Augenblick nutzen die Forscher das Modell, um die Vorgänge im Auge besser verstehen zu können.

Bei der künstlichen Netzhaut haben die Forscher jede Synapse durch einen Transistor nachgebildet, der ähnliche Eigenschaften in Bezug auf Funktion, Größe und Energieverbrauch aufweist. Durch Verwendung von größeren Phototransistor-Arrays lassen sich Schaltkreise für die innere und äußere Netzhaut entwerfen. Die Ausgangssignale der Arrays gelangen in einen Schaltkreis, der die Ganglienzellen simuliert und den Sehnerv speist. Als Signal entsteht ein sogenannter spike-based (auf Spitzen basierter) neuronaler Code. (pen)

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