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Kugelförmige Solarzellen

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Die kugelrunden Mini-Solarzellen der Kyosemi Corporation sollen sich in Serie oder parallel schalten lassen.

In der Regel sind Solarzellen flach, um möglichst viel Sonnenlicht aus einer Richtung zu absorbieren und photovoltaisch in Strom umzuwandeln. Die japanische Kyosemi Corporation arbeitet hingegen seit einiger Zeit an sphärischen Solarzellen namens Sphelar. Sie sollen sich günstiger sowie effizienter produzieren und vielseitiger einsetzen lassen als herkömmliche Solar-Panels – etwa in halbtransparenten stromerzeugenden Fenstern. Als einen Vorteil führt die Firma an, dass Sphelar im Unterschied zu flachen Solarzellen nicht nur das direkt einfallende Sonnenlicht nutzen kann. Allerdings gibt es bereits mehrschichtige ebene und biegsame Solarzellen, die ähnliche Eigenschaften versprechen.

Der Produktionsprozess der Solar-Kügelchen ist prinzipiell recht einfach: Geschmolzenes Silizium wird in einen 14 Meter tiefen Schacht gekippt und formt dabei bis zu einen Millimeter kleine kugelförmige Tropfen, die aufgrund der Schwerelosigkeit im freien Fall sofort kristallisieren. Dies habe den Vorteil, dass keine Sägeverluste (Kerf loss) bei der Weiterverarbeitung auftreten, wie es bei der Fertigung klassischer Solarzellen der Fall ist, so das Unternehmen. Ob die Solar-Kügelchen tatsächlich so viel einfacher zu produzieren und weiterzuverarbeiten sind, muss Kyosemi noch unter Beweis stellen; obwohl die Massenproduktion bereits 2005 starten sollte, gibt es bisher lediglich Engineering Samples.

Die Idee für sphärische Solarzellen ist nicht neu (PDF-Datei). Unter anderem wollte die kanadische Firma Spheral Solar Power vor einigen Jahren mit kugelförmigen Minisolarzellen ("Spheral Solar Technology") den Photovoltaik-Markt revolutionieren. (vza)