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"Kundenfeindliches" Playstation Network: Verbraucherzentrale NRW mahnt Sony ab

Wegen kundenfeindlicher Klauseln im Playstation Network hat die Verbraucherzentrale NRW Sony abgemahnt. Es geht unter anderem um den Verfall von Guthaben.

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PS4 Pro-Premieren-Event

(Bild: dpa, Rainer Jensen)

Die Verbraucherzentrale NRW hat den Playstation-Hersteller Sony abgemahnt. Wie die Verbraucherzentrale mitteilte, geht es dabei um Klauseln im Playstation Network, dem Online-Dienst der Spielkonsole Playstation 4. Besitzer einer Playstation müssen sich dort registrieren und den Bedingungen zustimmen, wenn sie ihre Konsole nutzen wollen.

Die Verbraucherzentrale kritisiert unter anderem eine Regelung, nach der auf das Playstation Network überspieltes Euro-Guthaben, mit dem man beispielsweise Spiele kaufen kann, laut AGB nach 24 Monaten verfallen kann. Beschwerden darüber, dass Sony diese Praxis auch tatsächlich umsetzt, liegen der Verbraucherzentrale aber nicht vor. Das bestätigte ein Sprecher der Verbraucherzentrale im Gespräch mit heise online. Sony Interactive Entertainment hat nicht unmittelbar auf eine Bitte um Stellungnahme geantwortet.

Hinweis auf Verlust des Widerrufsrechts

Die AGB des Playstation Networks (PSN) sind laut Verbraucherzentrale NRW auch an weiteren Stellen mangelhaft: So fehle in den AGB etwa der Hinweis darauf, dass Kunden dem Verlust ihres Widerrufsrechts beim Download digitaler Spiele explizit zustimmen müssen. Erneut richtet sich dieser Vorwurf nur gegen die AGB an sich. Ob Kunden in der Praxis beim PSN-Kaufvorgang dem Verlust des Widerrufsrechts zustimmen müssen oder nicht, konnte die Verbraucherzentrale auf Nachfrage nicht beantworten.

Die Verbraucherzentrale moniert außerdem Klauseln, nach denen Eltern pauschal alle Kosten tragen müssen, die durch Käufe ihrer minderjährigen Kinder entstehen. Mit ihrer Abmahnung will die Verbraucherzentrale erreichen, dass Sony die beanstandeten Klauseln aus den AGB entfernt. Sträubt sich Sony dagegen, will die Verbraucherzentrale vor Gericht ziehen. Die Verbraucherzentrale hat die AGB des PSN näher unter die Lupe genommen, nachdem Beschwerden über gesperrte PSN-Konten eingegangen sind. (dahe)

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