Kurz informiert: AAID, Arbeitsmarkt, Podcast Addict, Digitalisierung

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat "erhebliche datenschutzrechtliche Zweifel" an der Android Advertising ID von Google. Das Zurücksetzen der Smartphone Kennung durch den Nutzer "ändert nichts an den Grundbedingungen des Trackings und vermittelt keine wirksame Kontrolle durch die Nutzer", erklärte der Jurist gegenüber heise online. Ein österreichischer Android-Anwender hat nun mit Unterstützung einer Wiener Bürgerrechtsorganisation eine formelle Beschwerde gegen Google auf Basis der Datenschutz-Grundverordnung eingelegt, da Nutzer über die AAID ohne gültige rechtliche Grundlage ausspioniert werden könnten."Diese Beschwerde sollte Google sehr ernst nehmen", betont Caspar, der als Kontrolleur für Google Deutschland zuständig ist.

Trotz millionenfacher Kurzarbeit und angedrohter Entlassungen suchen Unternehmen Mitarbeiter. Ende April hatte die Bundesagentur für Arbeit 702.000 offene Stellen im Bestand. Davon richten sich etwa 17.000 an Informatiker und andere IT-Berufe, zeigt eine Auswertung, die von der Arbeitsagentur exklusiv für heise online erstellt wurde. Wenn man die bekannte Regel anwendet, dass Unternehmen nur etwa jede dritte offene Stelle bei der Behörde melden, werden daraus 51.000 offene Stellen für IT-Spezialisten. Diese werden selbst in der Krise händeringend gesucht.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Die beliebte Android-Anwendung "Podcast & Radio Addict" ist offenbar einer neuen Play-Store-Richtlinie zum Opfer gefallen, die gegen die Verbreitung von Falschinformationen helfen soll. Die Anwendung wurde aus dem Android-Marktplatz entfernt, weil sie in ihren Metadaten das Coronavirus ohne ausdrückliche behördliche Erlaubnis referenziere. Wahrscheinlich handelt es sich hier um einen Fehltritt des Algorithmus, den ein manueller Prüfprozess wieder berichtigen könnte. Das kann aber dauern: Laut Google stehen wegen der Coronakrise aktuell weniger Mitarbeiter für die Bearbeitung von App-Prüfungen bereit.

Sie gelten als Digital Natives, denen das Internet fast in die Wiege gelegt wurde: Junge Erwachsene von 18 bis 29 Jahren haben mit der Corona-Krise laut einer Studie des Vergleichsportals Verivox jedoch auch viel digitales Neuland betreten. So nutzten 40 Prozent der jungen Erwachsenen während des Corona-Lockdowns zum ersten Mal Videotelefonie. Knapp 30 Prozent gaben an, erstmalig digital eine Lesung oder einen Vortrag angehört zu haben.

(igr)