Kurz informiert: Corona-App, Telekom, Infineon, Lieferdienste

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Im Kampf gegen die rasche Verbreitung der Lungenkrankheit COVID-19 würden Politiker der Union gerne möglichst bald eine App einsetzen, die Bürger freiwillig auf ihrem Handy installieren können. Sie soll wie eine Art digitales Tagebuch funktionieren und – falls sein Besitzer positiv auf das Coronavirus getestet wird – automatisch anonymisierte Hinweise an alle Menschen versenden, die in den zurückliegenden zwei Wochen mit ihm Kontakt hatten.Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Ulrich Kelber, hatte dem Handelsblatt gesagt, wenn die Nutzer ihre freiwillige Einwilligung zur Datenverarbeitung geben, könnte eine solche technische Lösung zur Identifikation von Infektionsketten ein sinnvoller Beitrag zur Krisenbewältigung sein.

Die Deutsche Telekom und die Gewerkschaft Verdi haben sich in Tarifgesprächen auf höhere Gehälter und längeren Kündigungsschutz geeinigt. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise hätten sich beide Seiten "in Rekordzeit" auf einen Tarifabschluss verständigt, teilten Verdi und Telekom gemeinsam mit. Die Gehälter der Tarifangestellten sollen in zwei Stufen steigen. Je nach Beschäftigungsgruppe hebt die Telekom die Gehälter in der ersten Stufe in diesem Juli um 2,6 bis 3,0 Prozent an, in der zweiten Stufe im kommenden Jahr um jeweils 2,0 Prozent. Zudem wird der Kündigungsschutz um drei Jahre bis Ende 2023 verlängert.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Der Chiphersteller Infineon hat einen Großauftrag zur Lieferung von Teilen für Beatmungsgeräte erhalten. Dabei geht es um 38 Millionen Leistungshalbleiter zur Steuerung von Elektromotoren, die in den nächsten drei bis sechs Monaten geliefert werden sollen. Finanziell gehe es für das Unternehmen aus Neubiberg bei München um ein Volumen im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

Jahrelang zeigten die Verbraucher in Deutschland den Angeboten von Online-Lebensmittelhändlern die kalte Schulter. Doch seit wenigen Wochen ist alles anders: Die Angst vor dem neuartigen Coronavirus beschert den Online-Lieferdiensten von Rewe, Picnic, Getnow oder Amazon Fresh ungeahnte Wachstumsraten. Doch die Sache hat einen Haken. Wer heute Lebensmittel online bestellt, muss oft wochenlang auf die Lieferung warten. Die Zustellslots sind teilweise bis zu 14 Tage im Voraus ausgebucht.

(igr)