Kurz informiert: Corona-Fake-News, VW, Atomkraft, Amazon

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 26 Beiträge
Von

Kettenbriefe und Fake News rund um das Thema Coronavirus kursieren derzeit massiv durch die Messenger und soziale Medien. Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius sieht insbesondere Falschnachrichten zur Versorgungslage als brandgefährlich an. Im Spiegel forderte er, dass gegen die Verbreitung härter vorgegangen werden muss. „Solche Meldungen können Panik, Hamsterkäufe und Konflikte auslösen und sind daher auf das Schärfste zu verurteilen", sagte Pistorius. Der Bund müsse Möglichkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz aufzeigen oder das Strafgesetzbuch anpassen, damit öffentlich unwahre Behauptungen zur Versorgungslage der Bevölkerung, der medizinischen Versorgung oder Ursache, Ansteckungsweg, Diagnose und Therapie von Covid-19 verboten sind.

Der Volkswagen-Konzern konnte Umsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2019 steigern. Dem Geschäftsbericht nach konnte die VW-Gruppe ihren Gewinn unterm Strich um 12,8 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro erhöhen. Gründe sind unter anderem starke SUV-Verkäufe, Spareffekte und sinkende Kosten zur Bewältigung der Abgaskrise. Noch ist unklar, wie sich das Coronavirus auf die kommende Bilanz auswirken wird. Konzernchef Herbert Diess kündigte an, dass VW seine Werke in Europa vermutlich für zwei bis drei Wochen schließen wolle.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der dadurch notwendigen Reduktion von Treibhausgasen wird derzeit verstärkt wieder über den Einsatz von Atomkraft diskutiert. Eine Analyse aktueller Rückbau- und Neubauprojekte offenbart allerdings weltweit einen rückläufigen Trend bei der Atomkraft. Das hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung festgestellt. Deutschland sollte daher in internationalen Organisationen darauf hinwirken, dass sie einen Neueinstieg in die Atomkraft nicht unterstützen.

Der weltgrößte Online-Händler Amazon will einem starken Anstieg der Bestellungen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus mit einer Einstellungsoffensive begegnen. Das Unternehmen kündigte in einem Blogbeitrag an, in den USA 100.000 zusätzliche Voll- oder auch Teilzeitkräfte für Lager und Auslieferung anzuheuern. Daneben will Amazon die Stundenlöhne für Beschäftigte in den USA, Kanada und Europa bis Ende April erhöhen und verspricht Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Besonders in den USA ist dies nicht selbstverständlich.

Kurz informiert vom 17.3.20

(igr)