Kurz informiert: Kundenbewertungen, KI, Google Docs, Samsung

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Ein Händler haftet grundsätzlich nicht für Kundenbewertungen auf Amazon. Dies entschied der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Damit unterlag in letzter Instanz der Verband Sozialer Wettbewerb, der erreichen wollte, dass Bewertungen zu einem Tape gelöscht werden. Im vorliegenden Fall hatten mehrere Kunden unter ein Angebot geschrieben, dass das Tape schnell gegen Schmerzen helfe. Eine solche Wirkung ist wissenschaftlich aber nicht nachgewiesen. Der Händler hatte jedoch nicht mit den Kundenbewertungen geworben, so das Gericht.

Die Regulierungsbemühungen der EU-Kommission für Künstliche Intelligenz bereiten der Wirtschaft Sorgen. Es sei nicht nötig, KI-Anwendungen einzuhegen, erklärte der Bundesverband der deutschen Industrie zu der am Mittwoch vorgelegten Digitalstrategie. Bisherige kritische KI-Anwendungen ließen sich bereits über das bestehende EU-Recht wirksam erfassen. Europa dürfe sich in der KI-Förderung nicht verzetteln, fordert der BDI in einem 10-Punkte-Plan zur Digitalisierung. Es müsse klar um industrielle Anwendungsfelder gehen. Die bisherigen Widersprüche "zwischen einer nach vorne gerichteten KI- und einer rückwärtsgerichteten Datenpolitik" habe die Kommission zudem "fortgeschrieben und nicht aufgelöst", kritisiert der BDI. Die formulierte Idee eines einheitlichen EU-Datenraums sollte die Kommission aber "entschieden vorantreiben".

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Google veröffentlicht eine Autokorrektur-Funktion für die Browser-Version von Google Docs. Sie funktioniert wie die mobile Korrektur: Rechtschreibfehler werden zunächst markiert und dann korrigiert, sofern man dies nicht mit dem Klick auf einen "Ungeschehen"-Knopf verhindert. Wann die Funktion für wen genau verfügbar ist, bleibt allerdings noch unklar. Zahlende G-Suite-Nutzer bekommen zudem Smart Compose. Dabei schlägt Google Wörter vor, die zum Satz passen, und korrigiert Grammatikfehler. Beides basiert auf Machine Learning. Allerdings ist diese Funktion zunächst auf die englische Sprache begrenzt.

Eine merkwürdige Push-Benachrichtigung verunsichert Nutzer von Samsung-Handys. In Foren und auf Reddit beschreiben zahlreiche Samsung-User eine Nachricht der "Find my Mobile"-Anwendung, die für die Fernsicherung des Mobiltelefons genutzt wird. Laut Samsung wurde die Nachricht unabsichtlich während eines internen Tests abgeschickt.

(igr)