Kurz informiert: NetzDG, Zoom, Kurierdienste, Börse

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Das Bundeskabinett hat den Regierungsentwurf zur Änderung des an sich bereits heftig umstrittenen Netzwerkdurchsetzungsgesetzes auf den Weg gebracht. Die Initiative geht weit darüber hinaus, die Meldewege für Beschwerden nutzerfreundlicher zu gestalten und Auskunftsansprüche für gerichtliche Klagen durchsetzungsstärker zu machen. So müssen Facebook, Google, Twitter & Co. berichten, ob sie der Wissenschaft Hinweise über "organisierte Strukturen oder abgestimmte Verhaltensweisen" etwa von Hetzern gegeben haben. Die Informationen sollen Forschern eine weitergehende "anonymisierte Auswertung" potenzieller gezielter Hasskampagnen ermöglichen.

Nutzer der Zoom-App auf Apple-Geräten kommen nicht zur Ruhe – obwohl die Anwendung in Zeiten der Corona-Krise in Firmen, Behörden und selbst in der Schule mittlerweile vielfach verwendet wird. Nach einer schwerwiegenden Sicherheitslücke der macOS-App im vergangenen Jahr oder der unerwünschten Datenweitergabe an Facebook wurden nun erneut schwerwiegende Bugs gefunden. Darüber könnten lokale Angreifer auf den bestehenden Mikrofon- und Kamera-Zugriff von Zoom aufspringen und diesen exfiltrieren. Schlimmstenfalls wird das gesamte System übernommen.

Kurz informiert – auch als Podcast

Die wichtigsten News des Tages komprimiert auf 2 Minuten liefert unser werktäglicher News-Podcast. Wer Sprachassistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant benutzt, kann die News auch dort hören bzw. sehen. Bei Alexa einfach den Skill aktivieren oder Google Assistant sagen: "Spiele heise Top".

Trotz geschlossener Geschäfte wirkt sich die Corona-Krise insgesamt negativ auf die Paket- und Kurier-Branche aus. "Die Teilbranchen sind alle sehr stark betroffen. Im Durchschnitt fällt deutlich mehr weg als dazu kommt", sagt Andreas Schumann, Vorsitzender des Bundesverbands der Kurier-Express-Post-Dienste. Zwar seien viele Geschäfte geschlossen, und der Bedarf an Warenlieferungen bis zur Haustür steige. Die Branche leide jedoch unter den geschlossenen Grenzen zu Ländern, in denen viele Waren hergestellt werden. Zu schaffen mache vielen Dienstleistern auch, dass Unternehmen weit weniger Pakete empfangen und verschicken.

Die Corona-Krise wirft massenhaft die Prognosen börsennotierter Unternehmen um. Seit Jahresbeginn gab es bei den 160 in den Indizes Dax, MDax und SDax notierten Unternehmen bereits 59 Prognoseänderungen, wie der Dienstleister für Finanzkommunikation EQS in München gezählt hat. Ob die einzelnen Änderungen der Ausblicke durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurden, erhob das Unternehmen nicht. Dass mit 51 der allergrößte Teil in der Zeit nach dem 16. Februar erfolgte, als die Krise Fahrt aufnahm, legt allerdings einen Zusammenhang nahe.

(igr)