Kurz informiert: Passwort-Herausgabe, Bonpflicht, O2, AMD, DSGVO

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Nach der teilweise heftigen Kritik an dem Entwurf für ein Gesetz gegen Hasskriminalität lenkt Bundesjustizministerin Christine Lambrecht von der SPD etwas ein: Der Gesetzentwurf solle um eine Klarstellung ergänzt werden, dass Passwörter auch weiterhin verschlüsselt abgelegt und gespeichert werden müssten, versicherte die Ministerin gegenüber dem ZDF. Außerdem solle deutlich gemacht werden, dass die Herausgabe der Passwörter nur zur Verfolgung schwerster Straftaten erlaubt werde, also beispielsweise Kindesmissbrauch, Mord oder Terrorismus.

Der Streit um die Bonpflicht geht weiter. Dabei müsste rein theoretisch gar kein Bon ausgedruckt werden. So sehen die Gesetze ausdrücklich vor, dass die neuen Bons auch elektronisch übermittelt werden können. Die Gesetzeslage ist technikoffen: Was immer der Kunde empfangen kann, ist erlaubt – es müssen nur alle relevanten Angaben samt kryptografischer Signatur lesbar übermittelt werden. Einige Startups bemühen sich bereits um digitale Lösungen, doch das ist Interesse gering.

Neben der Telekom und Vodafone wertet nun auch Telefónica sein Prepaid-Angebot auf. Die Tarife "O2 My Prepaid" bekommen mehr Datenvolumen ohne Aufpreis. Ein Tarif wird nach der Umstellung sogar deutlich günstiger. So steigt das Datenvolumen beim größten Tarif My Prepaid L von 5 GByte auf 7,5 GByte Datenvolumen, dabei wird der Tarif günstiger: Nutzer zahlen 5 Euro weniger als vorher.

Der Chiphersteller AMD hat im vierten Quartal 2019 erstmals die Marke von 2 Milliarden US-Dollar überschritten und rund 2,13 Milliarden US-Dollar eingenommen, wovon 170 Millionen US-Dollar als Gewinn übrigblieben. AMDs verbesserte Geschäftszahlen kommen maßgeblich von der Sparte Computing and Graphics, die alle Endkundenprodukte wie Ryzen-Prozessoren und Radeon-Grafikkarte zusammenfasst.

Nicht nur das Datenschutz- und PR-Desaster bei der Buchbinder-Gruppe oder die Millionenbußgelder für 1&1 oder die Deutsche Wohnen zeigen: Die Schonzeit für die Umsetzung der DSGVO ist vorbei. Die Neuauflage des Sonderhefts "c’t DSGVO 2020" will mit Praxisleitfäden, Checklisten und Beispieldokumenten Verantwortliche vor teuren Bußgeldern oder Schadensersatzforderungen bewahren.

(sy)